Software-Ratgeber

Die richtigen Tools für Ihr Notebook

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
Als Freeware oder für wenig Geld gibt es schon viele gute Softwaretools, die das Arbeiten am und mit dem Notebook erleichtern.

Als Freeware oder für wenig Geld gibt es schon viele gute Softwaretools, die das Arbeiten am und mit dem Notebook erleichtern. Antiviren- und Security-Software ist ein Muss fürs Notebook und Teil jedes Softwarebundles. Aber abgesehen davon gibt es eine Reihe anderer teils kostenlos erhältlicher Tools, die auf keinem Laptop fehlen sollten. Das zeigt folgende Marktübersicht, die hier mit einer wenig bekannten Windows-Utility beginnen soll.

Bildschirm kalibrieren mit Windows dccw

Hinter dem Windows-Befehl dccw verbirgt sich die Windows-eigene Bildschirm-Farbkalibrierung. Das Bild zeigt, wie ein nicht optimaler Gammewert (typischerweise 2,2) die Punkte in der Mitte der Kreise außen links und rechts mal zu hell und mal zu dunkel erscheinen lässt.
Hinter dem Windows-Befehl dccw verbirgt sich die Windows-eigene Bildschirm-Farbkalibrierung. Das Bild zeigt, wie ein nicht optimaler Gammewert (typischerweise 2,2) die Punkte in der Mitte der Kreise außen links und rechts mal zu hell und mal zu dunkel erscheinen lässt.
Foto: Klaus Hauptfleisch

Notebook-Displays lassen sich nur bedingt kalibrieren. Das fängt schon mit dem fehlenden Kontrastregler an. Hardware-Tools wie die Spyder-Produkte sollen mitunter Wunder bewirken. Ob wirklich, weiß man erst nach dem Kauf. Dabei bietet Windows selbst eine Bildschirmkalibrierung an - über den Start- oder Suche-Befehl dccw. Den Anfang macht die Gammakorrektur. Ist der Wert zu hoch oder zu niedrig, hebt sich ein feststehendes Muster als zu dunkel oder zu hell von seiner direkten Umgebung ab. Die Helligkeits- und Kontrastanpassung kann man getrost überspringen. Für die folgenden Farbeinstellungen am Laptop wird jedoch die maximale Helligkeit empfohlen. Zuletzt erscheint die Windows-eigene ClearType-Textoptimierung mit verschiedenen Leseproben eines Beispieltextes.

Fernwartung und Datenaustausch mit TeamViewer

Der TeamViewer der gleichnamigen Firma aus Göppingen ist eine für Privatnutzer kostenlose Software für Desktopsharing, Fernwartung, den Austausch großer Daten zwischen PCs, Online-Präsentationen und Webkonferenzen.
Der TeamViewer der gleichnamigen Firma aus Göppingen ist eine für Privatnutzer kostenlose Software für Desktopsharing, Fernwartung, den Austausch großer Daten zwischen PCs, Online-Präsentationen und Webkonferenzen.
Foto: Klaus Hauptfleisch

Gerade für Geschäftsreisende kann es sich lohnen, anderen Nutzern, einem Administrator etwa, den Fernzugriff für Support-Zwecke zu erlauben. Der "TeamViewer" in der Version 8 bietet noch mehr. So zum Beispiel die Möglichkeit, große Datenmengen zwischen PCs auszutauschen und an Online-Meetings teilzunehmen. Ferner kann der Anwender unterwegs vom Desktop-PC daheim mal kurz ein Dokument abrufen und vieles mehr. Privatnutzer können die Software für Windows (bis 8), Mac und Linux sowie für Android und iOS kostenlos herunterladen. Die Preise für die B2B-Lösungen beginnen bei 499 Euro. Obwohl TeamViewer auch durch Firewalls kommt, ist mit AES/RSA-2.048-Bit-Verschlüsselung für eine hohe Sicherheit gesorgt.

Mehr Akkuleistung mit BatteryCare

Der Name ist Programm. Die Freeware BatteryCare bietet sehr viele Informationen über den Energiehaushalt des Notebooks und kann durch Benachrichtigungsfunktionen und weiterführende Online-Tipps dazu beitragen, die Lebenszeit des Akkus zu verlängern.
Der Name ist Programm. Die Freeware BatteryCare bietet sehr viele Informationen über den Energiehaushalt des Notebooks und kann durch Benachrichtigungsfunktionen und weiterführende Online-Tipps dazu beitragen, die Lebenszeit des Akkus zu verlängern.
Foto: Klaus Hauptfleisch

Abgesehen von vielfach weit überhöhten Akkulaufzeit-Versprechen ist die Batterieanzeige von Notebooks meist sehr ungenau. "BatteryCare" bietet als Freeware sehr detaillierte und exakte Informationen über Ladekapazität, verbleibende Restlaufzeit, Abnutzung, Lade- und Entladeleistung sowie über die Temperatur von CPU und Festplatte. Windows-Dienste mit sehr hohem Stromverbrauch lassen sich im Akkubetrieb optional anhalten. Ferner bietet BatteryCare Energiesparpläne an und zeigt an, wann der der Akku das letzte Mal kalibriert wurde, um wieder exaktere Messwerte zu erhalten. Für die Kalibrierung empfiehlt der portugiesische Entwickler Filipe Lourenço eine sanfte Totalentladung. Ansonsten rät er eher zu Teilentladungen, denn das häufige vollständige Ent- und Aufladen schade dem Li-Ion-Akku.

Effektiver Diebstahlschutz mit Prey

Damit das Notebook oder Smartphone nicht zur leichten Beute wird, schlägt Prey den Dieb mit den systemeigenen Waffen. So zum Beispiel mit der eingebauten Web-Cam, per WLAN- oder GPS-Ortung. Hat sich das Gerät nur "versteckt", hilft vielleicht das laute Signal, es zu finden)
Damit das Notebook oder Smartphone nicht zur leichten Beute wird, schlägt Prey den Dieb mit den systemeigenen Waffen. So zum Beispiel mit der eingebauten Web-Cam, per WLAN- oder GPS-Ortung. Hat sich das Gerät nur "versteckt", hilft vielleicht das laute Signal, es zu finden)
Foto: Klaus Hauptfleisch

Wenn das Notebook, ob durch Diebstahl oder eigene Schusseligkeit, in falsche Hände fällt, kann der wirtschaftliche Schaden für ein Unternehmen schnell größer sein, als der materielle Verlust. Mit der Antidiebstahlsoftware "Prey" für Windows, Mac OS, Linux, iOS und Android an Bord lässt sich das betreffende mobile Gerät über WLAN-Netze oder GPS orten und wie eine Bankkarte sperren - vorausgesetzt es ist eingeschaltet und online. Prey (wörtlich "Beute") ist für bis zu drei Geräte kostenlos erhältlich und bietet dabei schon viele nützliche Schutzvorrichtungen. Eine ist die Möglichkeit, den Dieb mit der eingebauten Webcam zu überführen. Wer mehr will, SSL-verschlüsselte Reports etwa, dem steht das Bezahlangebot "Prey Pro" offen.

Backup mit Acronis True Image 2013

Acronis True Image in der neuen Version 2013 ist eine Backup- and Recovery-Software, die sich auch mit dem Acronis-Cloud-Speicher synchronisieren lässt. Im Bundle mit einem Jahr Cloud-Speicher kostet die Lösung rund 75 Euro.
Acronis True Image in der neuen Version 2013 ist eine Backup- and Recovery-Software, die sich auch mit dem Acronis-Cloud-Speicher synchronisieren lässt. Im Bundle mit einem Jahr Cloud-Speicher kostet die Lösung rund 75 Euro.
Foto: Klaus Hauptfleisch

Manche Security-Software bringt schon eigene Backup- und Recovery-Lösungen mit. Aber es gibt sie auch einzeln als Freeware oder als Bezahlsoftware - "Acronis True Image 2013" zum Beispiel. Das Programm erstellt - wahlweise sogar nonstop - Images oder Sicherungskopien der ganzen Festplatte oder einzelner Ordner, um sie in anderen Partitionen oder auf externen Speichermedien abzulegen. Im Notfall kann man so das ganze System oder versehentlich gelöschte einzelne Daten wiederherstellen. Neu sind der Windows-8-Support, die Zugriffsmöglichkeit via Smartphone und der uneingeschränkte Datenaustausch. Der Kaufpreis liegt bei 49,95 Euro. Ebenso viel kostet das Jahres-Abo für den angebotenen Cloud-Speicher mit 250 GB. Datencenter in den USA und Europa schließen nicht aus, dass US-Behörden darauf zugrBildunterschrift:eifen können (siehe Dropbox). Mehr Sicherheit bietet ein eigner FTP-Server als BackupFormat-ID:-1Medium.

Große Datenmengen per Dropbox austauschen

Dropbox (Version 2.0.8.) bietet bis zu 18 GB kostenlosen Cloud-Speicher und ist auch für viele Smartphones und Tablets verfügbar.
Dropbox (Version 2.0.8.) bietet bis zu 18 GB kostenlosen Cloud-Speicher und ist auch für viele Smartphones und Tablets verfügbar.
Foto: Klaus Hauptfleisch

Große Datenpakete zwingen die meisten E-Mail-Programme in die Knie. Mit Cloud-Diensten wie "Dropbox" kann man von jedem Gerät aus auf mehrere Gigabyte an Daten zugreifen und diese auch fürMedientyp: Screenandere Nutzer freigeben. Bei Dropbox werden alle in einem gleichnamigen OrdnBildüberschrift:er abgelegten Dateien sofort verschlüsselt hochgeladen und synchronisiert. Das kostenlose Kontingent von 2 GB lässt sich durch Weiterempfehlung des Dienstes auf bis zQuelle:u 18 GB erhöhen. Abos ab 100 GB sind schon für rund zehn Dollar erhältlich. Unternehmen werden mit Paketen ab 1 TB gelockt. Experten warnen jedoch davor, sensible Firmendaten US-Cloud-Anbietern anzuvertrauen. Denn gemäß USA PATRIOT Act von 2001 können FBI, CIA und Co. bei jeglichem Terrorverdacht darauf zugreifen und die Daten sogar löschen - neuen Berichten zufolge selbst in Übersee.