Ratgeber Disaster Recovery

Die richtige Backup- und Restore-Strategie

12.08.2011
Von Stephan Schorn

Grundlegende Backup- und Restore-Aspekte

Unstrittig ist nach wie vor, dass das Hauptaugenmerk einer Data-Recovery-Strategie auf die Möglichkeit des Wiederherstellens der sensiblen Daten gelegt werden muss. Dabei sollte – überspitzt formuliert – durchaus das Motto gelten: „Was man nicht wiederherstellen kann, braucht man auch gar nicht erst zu sichern.“ Anders formuliert: „Was nutzt mir eine ausgefeilte und eventuell teure Backup-Lösung, wenn die Daten nicht innerhalb eines akzeptablen Zeitraums wiederhergestellt werden können?“

Ausgehend von eine funktionierenden Backup- und Restore-Lösung müssen die folgenden wesentlichen Faktoren diskutiert werden:

  • Wie viel Datenverlust (RPO – Recovery point objective) kann ein Unternehmen akzeptieren? Führt der Administrator zum Beispiel ein tägliches Backup durch, so entsteht ein RPO von 24 Stunden. Das bedeutet, das alle Daten, die sich in den zurückliegenden 24 Stunden geändert haben beziehungsweise erstellt wurden, verloren gegangen sein könnten.

  • Der zweite wichtige Faktor ist der "Recovery Time Objective" (RTO). Hierbei geht es um die Frage: Wie lange kann man dem Anwender zumuten, keinen Zugriff auf seine Daten zu haben? Dieser Wert ist natürlich stark davon abhängig, wie geschäftskritisch die Applikation ist, die durch eine Backup- und Restore-Lösung gesichert werden soll.

  • Kosten spielen natürlich ebenfalls eine zentrale Rolle – nicht nur die direkten Kosten zum Beispiel für Hardware- oder Softwarelizenzen, sondern auch die Management-Kosten, die den effizienten Betrieb einer Backup- und Restore-Systems sicherstellen.

  • Als letzter wichtiger Aspekt steht die Klärung an, welchen Einfluss eine implementierte Backup- und Restore-Lösung auf das produktive IT Umfeld hat. Ist es zum Beispiel notwendig, Applikationen herunterzufahren, um diese in einem definierten Zustand zu sichern?