FAQs zu Itil

Die populärsten ITIL-Missverständnisse

Markus Bause ist Geschäftsführer der SERVIEW GmbH in Bad Homburg.
Das internationale Regelwerk IT Infrastructure Library (Itil) in der Version 3 (V3) wird in diesem Sommer sechs Jahre alt. Höchste Zeit, die populärsten Itil-Missverständnisse aufzuklären.
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Das internationale Regelwerk IT Infrastructure Library (Itil) in der Version 3 (V3) erblickte im Sommer 2007 das Licht der Welt. Einerseits war es von großer Neugier begleitet, da der Lifecycle-Ansatz ganz neue Perspektiven hinsichtlich der Nutzeneffekte für die Unternehmen versprach. Andererseits wurde es mit einer gewissen Skepsis betrachtet, da sich die Unternehmen gerade erst mittels Itil V2 von ihrer individuellen, unstrukturierten und technologieorientierten Arbeitsweise getrennt hatten.

Inzwischen hat die Skepsis nachgelassen. Dennoch hält sich im Markt eine Reihe von Missverständnissen zu der neuesten Version des Regelwerks. Sie resultieren nicht zuletzt daraus, dass viele der Itil-V2-erfahrenen Praktiker noch der vorherigen Version verhaftet sind, also innerlich noch nicht den Wechsel zur Lifecycle-Sicht vollzogen haben. So wirkt Itil V3 auf sie teilweise nicht ausreichend schlüssig, unnötig komplex oder sogar irritierend.

Mit dem Refresh, sprich: der Überarbeitung, des Frameworks, sollen Praxiserfahrungen aus den vergangenen drei bis vier Jahren Einzug in die Best-Practices-Sammlung finden. Es hat einige inhaltliche Änderungen und Anpassungen gegeben. Aber im Wesentlichen bleiben die Kernaussagen unverändert, weshalb es auch keinen Versionswechsel geben wird. Die Lesbarkeit, Konsistenz und Verständlichkeit der Modelle, Prinzipien, Prozesse und Funktionen sollen allerdings deutlich verbessert werden.