Inbound Marketing trifft Behavioural Advertising

Die neuen Begriffe des Marketings

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Informationstechnik erlaubt den Unternehmen, ihre Kunden da abzuholen, wo sie sich befinden - sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinn.
Foto: Fotolia, Marco Rullkötter

Personalisiert, interaktiv, in Echtzeit und mit lokalem Bezug - so ist gute Werbung im Internet. Vor allem aber empfindet der Adressat sie nicht als Belästigung, sondern als Bereicherung seines Alltags. Sie springt ihn nicht mehr heimtückisch aus dem Hinterhalt an, sondern lässt sich von ihm entdecken.

Das Stichwort heißt "Inbound Marketing"; das ist die Übertragung des Pull-Prinzips in die Werbewelt. Die Botschaft wird nicht gewaltsam in den Online-Markt gedrückt, sondern so bereitgestellt, dass der Konsument sie sich gern selbst abholt. Dazu muss er allerdings erst einmal angelockt werden. Und das leisten nur Inhalte, die ihn persönlich interessieren, beispielsweise Pop-Musik oder Sport.

Facebook, Youtube, Twitter & Co.

Wer über "Marketing 2.0" spricht, denkt automatisch an Facebook, Youtube und Twitter. Diese Sozialen Netzwerke sind ideale Plattformen, um neue Konsumentengruppen da abzuholen, wo sie sich ohnehin befinden. So hat Beiersdorf für das hundertjährige Jubliläum seiner Marke Nivea eine aufwändige Facebook-Kampagne rund um die Pop-Sängerin Rihanna gestartet.

Aber dieses Prinzip funktioniert nicht nur bei den Herstellen von Konsumartikeln. Auch die Anbieter abstrakter Dienstleistungen haben es sich zu eigenen gemacht, wie das Beispiel der Allianz AG zeigt. Sie macht sich die Popularität des Fußballclubs FC Bayern zunutze, den sie ja bereits als Inhaberin der Namensrechte für das Heimstadion unterstützt.