Software-Ranking

Die neue Lünendonk-Liste ist da

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Who is who im ITK-Markt? Die Lünendonk GmbH hat wieder ihre aktuellen Statistiken herausgebracht, diesmal für 2008. Die bekannten Kräfteverhältnisse - Microsoft vor SAP, IBM vor Accenture - sind demnach in Kraft.

Im Segment der Standardsoftware gab es 2007 in Deutschland ein Wachstum von 5,3 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Lünendonk errechnet mit Unterstützung des Branchenverbands Bitkom ein Plus von 3,5 Prozent bei Systemsoftware, von 5,6 Prozent bei Tools, Middleware und Datenbank-Software sowie von 5,7 Prozent bei Standard-Anwendungssoftware. Das Ranking der größten Anbieter erfolgt bei Lünendonk nach deren Inlandsumsätzen in Deutschland. Microsoft, SAP und Oracle besetzen die Top-3-Positionen, Datev und Adobe folgen auf den Plätzen.

Microsoft und SAP geben den Ton an. Die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen sind teilweise geschätzt (siehe *), außerdem sind einige Ergebnisse (Oracle, Software AG) durch Übernahmen beeinflusst.
Microsoft und SAP geben den Ton an. Die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen sind teilweise geschätzt (siehe *), außerdem sind einige Ergebnisse (Oracle, Software AG) durch Übernahmen beeinflusst.

Zusätzlich enthält die Liste die jeweiligen Gesamtumsätze der Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben. Folge dieses Vorgehens ist, dass die deutschen Softwarehäuser, die durch große Auslandsumsatz-Anteile ihre internationale Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit demonstrieren, jeweils etwas weiter unten im nach Inlandsumsätzen geordneten Ranking auftauchen.

Gesundes Wachstum im IT-Beratungsmarkt

Sogar um 6,9 Prozent legte 2008 der deutsche Markt für IT-Beratung und Systemintegration zu. Das Gesamtvolumen summiert sich auf 16 Milliarden Euro. Auch dieses Ranking orientiert sich an den Inlandsumsätzen und enthält zusätzlich die Gesamtumsätze der Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben.

IBM und Accebture beherrschen den IT-Beratungsmarkt.
IBM und Accebture beherrschen den IT-Beratungsmarkt.

Diese Liste enthält einige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: So tauchen die IT-Services and Solution GmbH, Chemnitz, und die SerCon Services-Konzepte für Informations-Systeme GmbH, Ehningen, nicht mehr auf, da sie in die Muttergesellschaft IBM Global Business Services integriert wurden. Die sd&m Software Design & Management AG, München, ist seit 2008 in den Zahlen ihrer Muttergesellschaft Capgemini Deutschland Holding GmbH, Berlin, enthalten. Die Unisys Deutschland GmbH, Sulzbach, erscheint aufgrund veränderter Leistungsschwerpunkte in der Lünendonk-Liste der führenden IT-Service-Unternehmen.

Hatte sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 noch kaum in den Geschäften der großen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen niedergeschlagen, so weisen laut Lünendonk die Planungen und Prognosen für die nahe Zukunft deutliche Krisenspuren auf. Für das laufende Jahr 2009 erwarten die Top 25 IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen im Durchschnitt ein Wachstum ihrer individuellen Unternehmensumsätze von nur noch 2,7 Prozent. Für den IT-Beratungs-Gesamtmarkt gehen sie sogar von einer Quasi-Stagnation (+0,5%) aus. (hv)