Die neue Arbeitslosigkeit

29.08.2002
Von in Alexandra
Arbeitslos in der IT - das waren immer die anderen. Die Älteren. Die schlecht Qualifizierten. Inzwischen verlieren Menschen ihren Job, die nie damit gerechnet hatten: Sie sind jung, studiert und engagiert. Viele waren gerade dabei, Karriere zu machen.

Es kann jeden treffen. Die Arbeitslosigkeit in der IT-Branche ist nicht mehr nur ein Phänomen der über 50-Jährigen, die niemand mehr einstellen will, oder der Druckvorlagenhersteller, die keiner mehr braucht. In diesem Jahr wies die Statistik zum ersten Mal die Generation der 25- bis 40-Jährigen als größte Problemgruppe aus: Im Juli 2002 waren 31701 IT-Fachleute dieser Altersstufe arbeitslos, ein Jahr zuvor waren es erst 17795.

Einst waren es vor allem die über 50-jährigen IT-Experten, die keinen Job mehr fanden. Mittlerweile ist die Generation der 30- bis 45-Jährigen am stärksten betroffen. Sie sind es auch, die bei betriebsbedingten Kündigungen zuerst gehen müssen.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeit

Insgesamt verdoppelte sich die Zahl der erwerbslosen IT-Spezialisten seit Januar 2001 auf 66295 Menschen, vor allem zwischen Juli und Oktober 2001 sowie im Juni und Juli dieses Jahres kletterten die Zahlen steil nach oben. Hauptbetroffene waren laut Bundesanstalt für Arbeit Informatiker, DV-Kaufleute, Rechenzentrumsfachleute und Informationselektroniker.