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Thin Clients

Die Lösung für eine effizientere VDI

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Bei der Umsetzung einer Desktop-Virtualisierung (VDI) muss das Unternehmens-Management gemeinsam mit den IT-Verantwortlichen entscheiden, welche Arbeitsplatz-PCs zum Einsatz kommen. Dabei darf der Kostenfaktor nicht das alleinige Auswahlkriterium sein, denn richtig effektiv ist eine VDI-Struktur erst mit dem Einsatz von Thin Clients.

Bei der Planung einer virtuellen Desktop-Umgebung gibt es eine Menge zu berücksichtigen. In Bezug auf die Endbenutzer stellt sich zuerst die Frage nach dem für ihre Tätigkeit geeigneten Desktop-PC. Hier fällt die Wahl oft auf die weitere Nutzung der bereits vorhandenen Rechner. Für diese Variante spricht, dass für die Unternehmen keine zusätzlichen Investitionen anfallen und für den Mitarbeiter im Büro das gewohnte Arbeitsumfeld erhalten bleibt. Dennoch sollte das Unternehmens-Management genau überprüfen, wie es um die Rentabilität der verwendeten Desktop-PCs auf längere Sicht bestellt ist.

Thin Clients versus Fat Clients

Dazu kann jedes Unternehmen mit VDI-Struktur eine Kostenrechnung aufstellen, die alle Gesamtkosten vergleicht, die entstehen, wenn es konventionelle Desktop-PCs als Endgeräte verwendet oder Thin-Client-PCs nutzt. Es ist zu erwarten, dass die Total Cost of Ownership (TCO), also die gesamten Betriebskosten, bei den Desktop-PCs höher ausfallen als bei den Thin Clients. Selbst unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten liegt der Vorteil über den Zeitraum der gesamten Betriebsdauer immer noch bei den Thin Clients. Weitere Vorteile gegenüber den klassischen Desktop-PCs (unter IT-Mitarbeitern auch als Fat oder Big Clients bezeichnet) sind:

  • Sicherheit: Thin Clients haben keine internen Datenspeicher wie etwa eine Festplatte. Schnittstellen zur Außenwelt sind vom IT-Personal entsprechend den Richtlinien des Unternehmens konfiguriert. Beispielsweise lassen sich USB-Ports generell deaktivieren - je nach Konfiguration kann der Mitarbeiter dann keine Daten über USB auslesen oder einspielen.

  • Administration: Durch die zentrale Verwaltung der virtuellen Desktop Infrastruktur entfällt die mühsame Verwaltung jedes einzelnen Desktop-PCs. Updates, Upgrades oder andere Aktualisierungen erfolgen zentral im Rechenzentrum. Sie müssen nicht für jedes Gerät separat zugewiesen und aktiviert werden. Bei mehreren hundert Geräten ist damit eine spürbare Zeit- und Kostenersparnis für die IT-Abteilung zu erreichen.

  • Kostenersparnis: Wie erwähnt, ist die zentrale Administration ein entscheidender Faktor für die Einsparung von Arbeitszeit und damit für die Reduktion betrieblicher Kosten. Die IT-Mitarbeiter gewinnen dadurch Zeit, um andere wichtige Projekte voran zu treiben. Weniger Hardware in den Thin Clients verbraucht weniger Strom und verringert die Anfälligkeit für Störungen und Ausfälle. Beispiel Lüfter: Während in Desktop-PCs meist mehrere Lüfter stecken, kommen Thin Clients ohne diese aus. Jeder Lüfter produziert nicht nur Lärm, sondern bewegt nahezu ununterbrochen Luft und transportiert damit eine Menge Staub. Ein Teil davon bleibt an den Rotorblättern des Lüfters haften, was den Luftstrom mit der Zeit immer weiter verringert. Die Folge: Um die Kühlung aufrecht zu erhalten, muss der Lüfter schneller drehen. Der Geräuschpegel und der Verschleiß steigen, die Lebensdauer der mechanischen Bauteile sinkt. Zudem setzt sich Staub in den Spalten der Kühlkörper fest, die zur effektiveren Wärmeableitung auf Prozessoren aufgeklebt sind. Die Kühlleistung verschlechtert sich dadurch extrem, die CPUs überhitzen und quittieren im schlimmsten Fall sogar ihren Dienst.

  • Anschaffungskosten: Die Verarbeitung der Daten erfolgt auf dem Server im Rechenzentrum anstatt auf dem Arbeitsplatzrechner. Über die Thin Clients erfolgt nur die Ein- und Ausgabe relevanter Daten. Das ist auch der Grund, warum die Hardware (CPU, Arbeitsspeicher) nur geringen Anforderungen gerecht werden muss und damit im niedrigen Preissegment angesiedelt ist.

  • Physische Eigenschaften: Herkömmliche Desktop-PCs sind riesig im Vergleich zu Thin Clients, die nur sehr wenig Raum am Arbeitsplatz einnehmen und auch äußerlich oft kaum mehr an klobige klassische Arbeitsplatzrechner erinnern. Hinzu kommt die äußerst angenehme Eigenschaft, dass sie mangels Festplatten und Lüftern vollkommen geräuschlos arbeiten.

Thin Clients nehmen nur sehr wenig Platz ein und sind dennoch leistungsstark. Alle gängigen Schnittstellen sind vorhanden und lassen sich nach Bedarf administrieren.
Thin Clients nehmen nur sehr wenig Platz ein und sind dennoch leistungsstark. Alle gängigen Schnittstellen sind vorhanden und lassen sich nach Bedarf administrieren.
Foto: Dell

Allround-Talente: Thin Clients sind vielseitig

In einer VDI-Umgebung lassen sich für alle Büroaufgaben herkömmliche Desktop-PCs durch Thin Clients ersetzen. Um welche Arbeitsaufgaben es sich dabei handelt, ist unwichtig. Denn für praktisch jeden Arbeitsbereich ist der Einsatz sinnvoll - vom Sachbearbeiter über Wissensarbeiter (Knowledge Worker) und Power User bis hin zum externen Mitarbeiter. Spezielle Protokolle der Datenübertragung sowie die Verfügbarkeit genügend großer Bandbreiten im Netzwerk lassen heute selbst rechen- und datenintensive Aufgaben über Thin Clients problemlos zu.

Eine besondere Stellung unter den Thin Clients nehmen die Zero Clients ein. Während ein Thin Client für die verschiedensten Büroanwendungen in einer VDI eingesetzt werden kann, ist ein Zero Client für eine ganz bestimmte Aufgabe konzipiert. Anstatt eines Betriebssystems kommt eine dedizierte Firmware zum Einsatz. Zero Clients verwenden zudem ein spezielles Protokoll für den Datenaustausch mit der virtuellen Desktop Infrastruktur. Üblich sind hierbei Protokolle wie Microsoft RDP/RemoteFX, PCoIP oder Citrix HDX. Denkbare Einsatzgebiete für Zero Clients sind öffentliche Info-Terminals wie sie in Bibliotheken oder anderen öffentlichen Einrichtungen zu finden sind. Das fehlende Betriebssystem hat hier den Vorteil, dass es absolut keine Angriffsmöglichkeiten für Schadsoftware auf das System mehr gibt.

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Garantiert ohne Sicherheitsrisiko

Die Flexibilität der Protokolle ist bei Thin Clients ebenso gegeben. Hier läuft jedoch immer ein proprietäres, schlankes Betriebssystem. In der Praxis kann das eine Linux-Distribution, ein Windows Embedded System oder eine abgespeckte Windows-Version sein. Oft fordern Unternehmen, dass die eingesetzten Thin Clients zusätzlich zur Immunität gegen Schadsoftware multiprotokollfähig sein müssen. Diese Anforderungen erfüllen Thin Clients mit dem Betriebssystem Wyse ThinOS von Dell.

Dieses ist besonders schlank und flott. Zudem hat Schadsoftware jeglicher Art hier keinerlei Chance, den Thin Client zu infizieren, denn Dell Wyse ThinOS hat keine veröffentlichte API und kein lokal zugängliches Dateisystem. Diese Eigenschaften schätzen vor allem Unternehmen, die eine hohe Leistung bei maximaler Sicherheit voraussetzen und dabei keine Kompromisse eingehen wollen. Hinzu kommt der äußerst geringe Aufwand für die Verwaltung der Geräte sowie die Unterstützung von ARM- und x86-Plattformen. Ein Nachteil gegenüber anderen Betriebssystemen ist nur die spärliche Unterstützung von Peripheriegeräten.

Fazit

Die Vorteile einer virtuellen Desktop Infrastruktur erschließen sich erst dann in vollem Umfang, wenn Unternehmen sich von ihren alten Desktop-PCs verabschieden und stattdessen moderne Thin Clients einsetzen. Unternehmen profitieren von der zentralisierten Verwaltung und einem sehr hohen Sicherheitsstandard. Zudem sparen sie trotz der anfänglich zusätzlichen Investitionen langfristig Kosten. Vorteilhaft ist außerdem die minimale Hardware-Ausstattung der Thin Clients. Denn weniger Hardware verringert mögliche Ausfallzeiten durch defekte Technik. Zudem besteht kein Bedarf mehr, die Geräte ständig den sich ändernden Gegebenheiten anzupassen, zu erweitern oder zu erneuern.