Open Source, Cloud, Virtualisierung

Die Linux-Woche im Rückblick

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Wir präsentieren die wichtigsten News der vergangenen Woche in Sachen Linux und Open Source, darunter eine neue Ausgabe von Fedora.

Auf der Linux-Distribution Fedora 16 "Verne" lag in der letzten Woche der Hauptfokus. Aber es gibt auch andere interessante Neuigkeiten. Zum Beispiel hat sich Commodore mit einem auf Linux basierenden Betriebssystem im OS-Sektor zurückgemeldet. Ebenso gibt es einen Ausgabe-Kandidaten von Linux Mint 12.


Fedora 16 mit Verbesserungen in Sachen Virtualisierung

Die von Red Hat gesponserte Linux-Distribution bringt mit GNOME 3.2 und KDE 4.7 nicht nur im Desktop-Bereich aktuelle Software mit sich. Fedora ist nun auch frei von HAL. Des Weiteren gibt es für Endanwender die Applikation Online-Konten, mit der man sich zu Facebook, Google und so weiter verbinden kann.

Fedora 16 bringt nach Angaben des Projektteams die aktuellste Version der Programmiersprache D mit. Diese vereint Vorteile und Stärken von C/C++ mit denen moderner Sprachen wie Ruby oder Python. Der enthaltene ext4-Treiber kann die Vorgängerdateisysteme ext2 und ext3 einbinden. Somit ist der Kernel etwas schlanker.

Das Betriebssystem bietet unter anderem verbesserte Virtualisierungs-Tools. Administratoren sollen es nun einfacher haben, große Installationen vorzunehmen. Mit Virt-Manager Guest Inspection ist ein Werkzeug an Bord, das nur Lesezugriffe auf die Windows-Registry, Gast-Dateisysteme und Applikationen erlaubt.

Auch in Sachen Cloud hat sich einiges getan. HekaFS ist eine für die Cloud gemachte Version von GlusterFS. Sie bietet stärkere Verschlüsselung und Authentifizierungs-Möglichkeiten. Auch die Cross-Cloud-Infrastruktur-As-A-Service-Software Aeolus und die alternative IaaS-Plattform OpenStack sind vorhanden.

Interessierte finden weitere Informationen in den ausführlichen Ausgabe-Notizen und der Ankündigung.