Open Source

Die Linux-Woche im Rückblick

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Nach vier Jahren Entwicklungszeit wurde eine neue große Version der Firewall-Distribution IPFire veröffentlicht. Einen Ausblick auf Ubuntu 12.04 LTS liefert die Ubuntu Developer Summit in Orlando. Neue Varianten gibt es für Scientific Linux und der Datenrettungs-Distribution SystemRescueCd.

Die COMPUTERWOCHE präsentiert die wichtigsten Neuerungen der vergangenen Woche in Sachen Linux. OpenBSD ist zwar ein BSD-Derivat, passt aber auch gut in diesen Bericht. Schließlich gilt es als sicherstes Betriebssystem überhaupt und es gibt auch hier eine neue große Version - 5.0.

Retter in der Not: SystemRescueCd 2.4.0

Die SystemRescueCd wird mit dem Ziel Datenrettung und Partitionieren entwickelt. Das Linux-Betriebssystem bringt zu diesen Zwecken eine große Sammlung an Open-Source-Werkzeugen mit sich.

Als Standard-Kernel in Version 2.4 dient Ausgabe 3.0.8. Dieser lässt sich für die Architekturen x86 und x86_64 mit den Boot-Optionen rescuecd oder rescue64 starten. Alternativ können Anwender mittels alterk32 oder alterk64 Kernel 3.1.0 verwenden. Das Dateisystem reiser4 wird nicht mehr unterstützt, da es keine Module für Linux-Kernel 3.x gibt.

Mozilla Firefox haben die Entwickler ein Update auf Ausgabe 7.0.1 spendiert. GParted und X.Org Server sind als Versionen 0.10.0 und 1.10.4 enthalten.

Zu den Rettungs-Werkzeugen gehören zum Beispiel TestDisk und PhotoRec. Damit lassen sich verlorene Partitionen wiederherstellen oder Boot-Sektoren reparieren. Sie können damit außerdem gelöschte Dateien von FAT-, NTFS- und ext-Dateisystemen retten. Für kompletten Lese- und Schreib-Zugriff auf NTFS-Dateisysteme dient Ntfs-3g.

Mit Partimage können Sie Datensicherungen von Partitionen auf Block-Ebene erstellen. Sie können die Abbilder auch komprimieren, um Platz zu sparen.

GParted ist ein grafisches Tool, mit dem Sie Partitionen modifizieren können. Erstellen, löschen, prüfen, Größe ändern, kopieren, prüfen - Gparted bietet eine ganze Reihe an Möglichkeiten.

Um zu rettende Rechner auf Schadcode zu überprüfen, dienen der kostenlose Virenscanner ClamAV und der rootkit-Jäger chkrootkit. Auch eine CD-/DVD-Brennsoftware und Midnight Commander befinden sich neben anderen nützlichen Werkzeugen an Bord.

Die SystemRescueCd ist kostenlos. Ein ISO-Abbild für Version 2.4.0 finden Sie bei sourceforge.net. Ein Handbuch zur SystemRescueCd gibt es übrigens auch in Deutscher Sprache.

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