Gamescom 2015

Die Lieblingsspiele der CIOs

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur die junge Generation spielt gerne Computerspiele? Weit gefehlt! Viele gestandene Manager sehen in ihrem Computer nicht nur das Arbeitsgerät, sondern auch Mittel zum Zeitvertreib. Wir haben CIOs gefragt, welche Spiele sie gerne spielen.

Die Computerspiele-Messe gamescom lockt auch in diesem Jahr wieder Tausende von Besuchern nach Köln. Die Tickets für 2015 sind schon seit Wochen ausverkauft. Natürlich rechnen die Veranstalter und Aussteller vor allem mit jungem Publikum, aber auch ältere Generationen jenseits der 20 haben Gefallen an Computerspielen, wie unsere Umfrage unter deutschen IT-Chefs zeigt. Dabei geht es für manch einen nicht nur um den reinen Zeitvertreib: Jörg Beckmann etwa, CIO der Fischerwerke, ist über das Tennis-Spielen am C64 zur IT gekommen. Er hat das Spiel nachprogrammiert. Und Isabelle Droll, CIO bei Tuifly, schreibt den Start ihrer Karriere einem drolligen Klassiker zu - dem alten "Pacman".

Ob Anspruchsvolles wie ein Flugsimulator oder actionorientierte Rollenspiele - in der Sammlung der Lieblingsspiele von CIOs ist alles vertreten. Dazu ein paar Zahlen: Nach Angaben des Bundesverbandes der Computerspielindustrie (G.A.M.E.) setzte die Branche 2013 in Deutschland 2,65 Milliarden Euro um. Gegenüber 2012 entspricht das einem Anstieg von fünf Prozent. Damit bildet die Bundesrepublik innerhalb Europas den größten Markt.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Dabei wurde die Hälfte des Umsatzes aus rein digitalen Geschäften auf mobilen Geräten, in Browserspielen oder über digitale Vertriebswege erzielt, so der Verband weiter. Damit sei der digitale Anteil am Gesamtumsatz um ein Viertel gestiegen.

"Wenn wir über Computerspiele sprechen, meinen wir nicht nur die Spielkonsole und das klassische PC-Spiel. Gerade wenn man Browser- und mobile Spiele in die Statistik einrechnet, erhöht sich der deutsche Anteil an den Konsumentenausgaben für Games erheblich", sagt Verbands-Geschäftsführer Thorsten Unger.

Nicht von Pappe

Das soll aber Eines nicht hinwegtäuschen: Mancher IT-Chef will in der Freizeit weg vom Virtuellen. Da werden dann kleine Würfel, bunte Spielfigürchen und pappige Karten herausgeholt. Die alten Spiele wie Mensch-ärgere-Dich-nicht oder Skat sind einfach nicht totzukriegen.

Karriere in der Gaming-Industrie?

Wer sich im übrigen für eine Karriere in der IT- und Spiele-Industrie vorstellen kann, dem sei ein Besuch des Job- und Karrierezentrums auf der gamescom 2015 (6. bis 9. August in Köln) ans Herz gelegt: Halle 10.2. Hier können Interessierte sich direkt mit den Personalern von Firmen wie Gameforge, Goodgame Studios oder Games Academy über Jobmöglichkeiten unterhalten. Zudem gibt es ein spannendes Vortragsprogramm rund um die Themen Berufseinstieg, Vorstellungsgespräch und Stolpersteine für Bewerber.