Die Latte wird immer höher gelegt

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Die CeBIT ist vorbei. Die gute Nachricht zuerst: IT-Firmen, aber auch Anwenderunternehmen stellen wieder Mitarbeiter ein. Die weniger gute: Der gesamte Bewerbungsprozess ist anspruchsvoller geworden, die Anforderungen an die Gesamtqualifikation der Computerfachleute sind gestiegen.

Gute IT-Kenntnisse, möglichst in einem Wirtschaftsinformatikstudium erworben, sollten für Bewerber künftig selbstverständlich sein. Darüber hinaus spielen Erfahrung, Branchenkenntnisse und die Persönlichkeit eine immer größere Rolle, wenn es darum geht, in der schnelllebigen IT-Industrie dauerhaft Fuß zu fassen.

Eigene Beschäftigungsfähigkeit sichern

"IT-Profis arbeiten künftig wie moderne Wanderburschen." Christina Mankus, DIS AG.
"IT-Profis arbeiten künftig wie moderne Wanderburschen." Christina Mankus, DIS AG.

Christina Mankus, Geschäftsbereichsleiterin IT der Deutschen Industrie Service (DIS) AG, einem der größten Zeitarbeitsunternehmen und Personaldienstleister der Republik, skizziert die veränderten Rahmenbedingungen. IT-Beschäftigte müssten sich darauf einstellen, "wie moderne Wanderburschen" zu arbeiten. Das gehe so weit, den Beruf und die Branche zu wechseln: "Wir müssen dort arbeiten, wo Arbeit existiert." Da es keine Arbeitsplatzsicherheit mehr gebe, auch nicht in Großkonzernen, sollte jeder "seine Beschäftigungsfähigkeit in die eigenen Hände nehmen".

Der Trend verlaufe eindeutig in Richtung Teilzeitarbeit, also wochen- oder monateweise Beschäftigung, Zeitarbeit und Selbständigkeit. Das zeige sich auch an den der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten freien IT-Stellen, die in den letzten drei Jahren um die Hälfte auf rund 1600 zurückgegangen sind. Dagegen ist die Zahl der IT-Fachleute, die bei den Behörden als jobsuchend registriert sind, von rund 8000 auf fast 20 000 gestiegen.

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