Accenture-Studie

Die ITK-Branche hat Innovations-Schluckauf

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Einer Studie von Accenture zufolge haben 70 Prozent der ITK-Firmen im vergangenen Jahr die Arbeit an mehr als einem neuen Produkt oder Service gestoppt.

58 Prozent der Telekommunikations- und Technologie-Unternehmen sprengte, so Accenture, 2008 ihr Budget für die Entwicklung neuer Produkte. In 30 Prozent der Firmen fehlten zudem die benötigten Fachleute. Im Schnitt brachten die Firmen im vergangenen Jahr 15 Neuheiten auf den Markt. Accenture befragte für die Studie Unternehmen in Deutschland, den USA, Großbritannien sowie Frankreich.

"Viele Unternehmen haben ein Problem mit ihrem sogenannten Return-on-innovation", sagt Accenture-Geschäftsführer Nikolaus Mohr. "Die Kreativität ist da, dich der Entwicklungsprozess ist nicht effizient und die Markteinführung oft holprig." Typische Probleme seien langsame Abstimmungen und Verzögerungen. Zwei von fünf Unternehmen erklären, bei ihnen dauere der Weg von der Idee über den Prototypen bis zum fertigen Produkt besonders lange.

Jeder dritte Verantwortliche für die Produktentwicklung beklagt laut Accenture die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen seiner Firma (34 Prozent). Jeder vierte (25 Prozent) gibt an, Neuheiten würden vor der Markteinführung nicht ausreichend getestet.