Die IT-Projekte schrumpfen

19.07.2005
Das durchschnittliche Volumen der Serviceaufträge hat sich binnen Jahresfrist halbiert.

Das gemittelte Volumen aller im zweiten Quartal 2005 abgeschlossenen Serviceaufträge belief sich weltweit auf 56 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal 2004 betrug es noch 106 Millionen Dollar. Darin zeigt sich einmal mehr mehr die Neigung der Anwender, nur noch überschaubare Vorhaben anzugehen. Das ergab eine von Datamonitor betriebene Analyse aller Neuverträge mit einem Wert von mindestens einer Million Dollar. Dazu gehören sowohl Auslagerungs- als auch IT-Beratungs- und Integrationsaufträge.

Die Zahl der im zweiten Quartal abgeschlossenen Abkommen stieg dagegen deutlich an. Für die aktuelle Analyse wertete Datamonitor 447 Deals aus, im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden weltweit 416 Aufträge registriert. Nur drei dieser Projekte erfüllten das Kriterium, in die Liste der Mega-Deals aufgenommen zu werden. Darunter fallen Aufträge, deren Wert eine Milliarde Dollar übersteigt. Im zweiten Quartal 2004 zählte Data- monitor immerhin noch sechs Mega-Deals. Dass die Zeit der Großaufträge zumindest vorerst vorüber ist, zeigt auch ein Blick auf das Gesamtvolumen der Aufträge. Diese Kenngröße schrumpfte von 44,1 Milliarden Dollar auf 25 Milliarden Dollar.

Datamonitor bestätigt mit dieser Analyse frühere Auswertungen anderer Marktforscher. Das Outsourcing-Beratungshaus TPI beobachtete zuletzt sogar einen Rückgang bei den Neuabschlüssen im weltweiten Markt für Auslagerungsdienste (siehe Bericht Seite 32: "Europäische Anwender halten sich beim Outsourcing zurück"). Zudem gewinnen offenbar indische Pro- vider an Bedeutung. "Wir haben ein enormes Wachstum von Anbietern wie TCS, Infosys und Wipro registriert", schildert Michael Janssen, President der Everest Group. (jha)