HP Deutschland-Chef Smid im Interview

"Die Integration von EDS läuft nach Plan"

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Volker Smid, frisch gekürter Chef von Hewlett-Packard Deutschland, erklärt im CW-Interview, wie sich der Konzern nach der Übernahme von EDS aufstellt.

CW: Sie sind erst seit einigen Wochen im Amt, trotzdem die Frage: Was wird sich unter Ihrer Führung bei HP Deutschland ändern?

Smid: Tatsächlich bin ich relativ neu im Amt und kann deshalb dazu noch wenig Konkretes sagen. Aber ich kenne Hewlett-Packard als führende Kraft im Markt und kann beschreiben, was mich bewogen hat, diese Aufgabe zu übernehmen. Dazu gehört einerseits die breite und zugleich tiefe Aufstellung des Unternehmens, andererseits die massiven Veränderungen in den letzten drei Jahren, sowohl im Portfolio als auch im Umsatz. Das alles ergibt ein hervorragendes Bild. HP ist im Bereich der Infrastruktur sehr stark aufgestellt, vom Desktop über die Druckersparte bis hin zum Data Center. Das Softwareportfolio wurde ebenso verstärkt wie das Serviceangebot. Der entscheidende Punkt ist, dieses Gesamtportfolio sowohl Partnern als auch Kunden in einer integrierten Form zur Verfügung zu stellen.

Mit EDS stärkt HP auch in Deutschland sein Branchen-Know-how, sagt der neue Deutschland Chef Volker Smid.
Mit EDS stärkt HP auch in Deutschland sein Branchen-Know-how, sagt der neue Deutschland Chef Volker Smid.

CW: Beim Stichwort Integration kommt die Übernahme von EDS ins Spiel. HP hat den Deal vergangenes Jahr für abgeschlossen erklärt. Ist die organisatorische Integration für HP Deutschland bereits bewältigt?

Smid: Die Integration läuft nach Plan. Davon konnte ich mich überzeugen.

CW: HP will im Zuge der Akquisition in den kommenden drei Jahren rund 7,5 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Das wären etwa 25 000. Betroffen sollen auch 1150 von insgesamt 4200 deutschen EDS-Angestellten sein. Hinzu kommen 250 Stellenstreichungen bei HP Deutschland. Bleibt es bei diesen Zahlen?

Smid: Diese Zahlen beziehen sich auf den Stellenabbau im Rahmen der weltweiten Restrukturierung. Sie wurden Anfang Oktober 2008 bekannt gegeben. Die Gespräche zur Umsetzung in Deutschland werden zur Zeit mit den zuständigen Gremien geführt.

CW: Arbeitnehmervertreter von EDS kritisieren den Personalabbau massiv. Sie wenden ein, dass der Dienstleister hierzulande gut dastehe und Gewinne erwirtschafte. Werden Sie in dieser Frage noch auf die EDS-Belegschaft zugehen?

Smid: Sie sprechen über einen laufenden Prozess. Beide Gesellschaften (EDS und HP in Deutschland, Anm. d. Red.) sind nach wie vor rechtlich unabhängig.

CW: Welche Unternehmensbereiche sind hierzulande von den Stellenstreichungen betroffen?