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Die Gründer der Learning Company steigen aus

11.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Michael Perik und Kevin O´Leary, die Gründer der Learning Company, haben das Unternehmen, das im Mai vom Spielzeugriesen Mattel gekauft wurde, verlassen. Perik, ehemals Chairman, und O´Leary, ehemals President der Lernsoftwareschmiede, sollen angeblich jeweils 5,2 Millionen Dollar an Trennungsgeld erhalten haben. Beide gaben an, sie wollten ein neues Internet-Geschäft starten und seien glücklich, alles hinter sich zu lassen.

Marktkennern zufolge scheinen sie die Schuld für die peinliche Ankündigung von Mattel im letzten Monat zu übernehmen, worin der Spielzeugkonzern seine Gewinnerwartung für das laufende Quartal um 42 Prozent nach unten korrigierte. Diese Einbußen sind laut Mattel-Chefin Jill Barad auf Probleme in der Learning Company zurückzuführen. Barad, die seit drei Jahren konzernweit das Zepter schwingt, wurde allerdings schon mehrmals von einigen Großaktionären für die schwache Finanzlage des Unternehmens angegriffen. Mehr als ein Dutzend Aktionäre hat derzeit Klage gegen Mattel eingereicht. Unter anderem war unangenehm aufgefallen, daß Perik und O´Leary drei Monate nach der Übernahme der Learning Company die Mehrheit ihrer gerade erst erhaltenen Mattel-Anteile wieder verkauften. Damals war die Aktie noch 23,78 Dollar wert - fast das Doppelte der derzeitigen Notierung. Mattel sucht bereits nach geeigneten Nachfolgern für Perik und

O´Leary.