Synology Diskstation DS-101g+

Die Grenzen einer Billig-NAS

Eric Tierling, Master in Information Systems Security Management (Professional), blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im IT-Bereich zurück. Neben Hunderten an Fachbeiträgen hat er über 50 Bücher veröffentlicht. Er ist Spezialist für Themen rund um die Informationssicherheit sowie einer der bekanntesten Experten Deutschland für Windows Server und Microsoft-basierte Infrastrukturen.
Einstiegs-NAS sind heute bereits ab 100 Euro zu bekommen. Die COMPUTERWOCHE prüfte die Diskstation DS-101g+ von Synology auf ihre Tauglichkeit für den professionellen Einsatz.

Mit dem Siegeszug von Ethernet und WLAN im privaten Bereich erobert auch die NAS-Technik, die bis vor kurzem noch professionellen Anwendern vorbehalten war, verstärkt das untere Marktsegment. In dem schnell wachsenden Produktangebot schien ein Modell des hierzulande noch eher unbekannten taiwanischen Herstellers Synology Technologies besonders interessant.

Die Diskstation DS-101g+ wartet als Storage-Appliance mit zahlreichen Zusatzfeatures auf.
Die Diskstation DS-101g+ wartet als Storage-Appliance mit zahlreichen Zusatzfeatures auf.

Die Versprechen des Herstellers lassen aufhorchen, verspricht die Werbung doch in dieser Preisklasse einen "6 in 1" Server. Anders formuliert, soll das Gerät von der Größe etwa einer Videokassette nicht nur als Storage-Server dienen, sondern zusätzlich auch die Aufgaben eines Backup-, Print-, FTP-, Web- und Foto-Servers übernehmen.

Zum Straßenverkaufspreis von knapp 240 Euro, allerdings ohne Festplatte, offeriert der Hersteller mit der "Diskstation DS-101g+" ein Modell, das mit Gigabit-Ethernet-Interface sowie interner SATA-Schnittstelle (Serial Advanced Technology Attachment) für eine Festplatte aufwartet. Ferner lässt sich über einen eSATA-Anschluss eine weitere schnelle externe Harddisk anbinden. Mit den zusätzlichen drei USB-2.0-Schnittstellen für Drucker, Festplatten oder Speichersticks zeigt sich das Gerät auch in anderer Richtung sehr kommunikationsfreudig.

Entsprechend gespannt gingen wir angesichts dieser Leistungsbeschreibung an den Zusammenbau. Der Einbau der Festplatte, die bis zu 500 GB groß sein darf, ist mit Hilfe der mitgelieferten Beschreibung innerhalb von zehn Minuten problemlos zu bewältigen. Formatiert wird der Datenträger mit einer abgewandelten Form des Linux-Dateisystems Riser - denn im Gerät steckt ein Embedded-Linux. Bei der anschließenden Konfiguration des NAS hat der Administrator zwei Optionen: Entweder er benutzt unter Windows das beiliegende Konfigurationsprogramm, das ihn mit Hilfe von Assistenten durch die Einrichtung führt, oder er greift direkt per Browser auf das Web-Interface des Geräts zu. Die Konfiguration ist weitestgehend selbsterklärend, lediglich bei der User-Einrichtung und Rechtevergabe ist ein Blick in das Handbuch ratsam.