Die Geschichte von Apple

25.03.2013 | von Jürgen Mauerer

2007: Das iPhone setzt neue Standards im Mobilfunkmarkt

Foto: Apple

Dann kommt das iPhone. Eigentlich ist dazu bereits alles gesagt und geschrieben worden. Im Januar 2007 kündigt Steve Jobs neben dem neuen iPod-Touch ein internetbasiertes Mobiltelefon an, das iPhone. Das iPhone sollte den kompletten Mobilfunkmarkt verändern, es wird zum Prototypen für alle modernen Touchscreen-Smartphones. Das Gerät bietet alle Funktionen eines iPods und kann zusätzlich auch telefonieren, fotografieren und aktiv im Internet arbeiten. Mit der Bedienung über den berührungsempfindlichen Bildschirm schlägt Apple in Funktion und Form völlig neue Wege ein. Das Gerät setzt auf das hauseigene Apple-Betriebssystem iOS und unterstützt mittlerweile Multitasking für Applikationen von Drittanbietern. Apple bringt mehrere Modellgenerationen des iPhone auf den Markt. Seit Herbst 2012 ist das iPhone 5 mit größerem Bildschirm und der Funktechnik LTE auf dem Markt; LTE funktioniert hierzulande derzeit aber nur im Netz der Deutschen Telekom.

Parallel bringt das Unternehmen seinen App Store auf den Markt, eine Plattform, auf der Softwareentwickler ihre von Apple zuvor geprüften und genehmigten Programme nutzen können. Mittlerweile gibt es dort mehr als 500.000 Apps zum Download für das iPhone. Apple bietet Programmierern sein iOS SDK kostenlos mit der Entwicklungsumgebung Xcode an. Zum Veröffentlichen der Apps im App Store ist eine kostenpflichtige Registrierung im iOS Developer Program notwendig. Nachdem die App an Apple gesendet wurde, prüft Apple sie und erteilt anschließend die Freigabe für den App Store - oder auch nicht. Auf diese Weise erhält Apple die gesamte Kontrolle - eine mitunter heftig kritisierte Praxis.

2010: Das iPad wird zum nächsten Meilenstein

2008 ergänzt Apple seine Produktpalette um das MacBook Air, das leichteste und dünnste Mac-Notebook. Weiterhin kommen neue Modelle des iPhones auf den Markt (iPhone 3G mit UMTS und GPS-Empfänger) sowie eine neue Generation der MacBooks, deren Gehäuse aus einem Aluminium-Block gefräst sind.

Foto: Apple

Im Jahr 2010 folgt mit dem iPad ein weiterer Höhepunkt der Apple-Geschichte. Der Tablet-PC wird über einen Touchscreen bedient, misst knapp 25 Zentimeter in der Diagonale und fällt in die Gerätekategorie zwischen Laptop und Smartphone. Das iPad kann zwar weder einen PC noch ein Notebook ersetzen, ist aber optimal zum Konsum von Informationen geeignet, sei es Text, Bild oder Video. Es steht direkt nach dem Einschalten zur Verfügung und ist einfach zu bedienen. Krempelte Apple mit dem iPod die Musikbranche um und mit dem iPhone die Telefonindustrie, so setzt das iPad den klassischen Verlagshäusern zu.

Mit dem iPad hat Apple den Markt für Tablet-PCs wiederbelebt. Denn die Idee vom Tablet PC gibt es bereits seit 2000, forciert vom damaligen Microsoft-Chef Bill Gates. Doch bis zum iPad ist der Markt sehr überschaubar. Seit 2010 hat Apple bereits weit mehr als 100 Millionen Exemplare des iPads verkauft. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Mittlerweile sind neue Tablets mit Windows 8 auf dem Markt, Google hat seine Nexus-Serie erweitert, auch andere Hersteller bringen Flachrechner mit Android-Software auf den Markt. Der Wettbewerb auf dem Tablet-Markt verschärft sich.

Apple hat darauf im Oktober 2012 mit dem vorzeitigen Launch der vierten Generation des iPad und dem neuen iPad Mini reagiert. Bislang brachte Apple neue Version seines iPads mit 9,7 Zoll großem Bildschirm im Jahres-Rhythmus heraus. Mit der vierten Generation hat der Konzern die Schlagzahl erhöht; der neue iPad kam überraschend nur rund sieben Monate nach dem Erscheinen der dritten Generation mit leistungsfähigerem Prozessor und LTE auf den Markt; LTE funktioniert hierzulande aber nur im Netz der Deutschen Telekom.

Für größeres Aufsehen sorgte die Vorstellung des iPad Mini mit einem 7.9 Zoll großen Bildschirm, da Apple das Marktsegment kleinerer Tablet-PCs bisher komplett der Konkurrenz überlassen hatte. Anders als die neueren iPhones und größeren iPads hat der iPad Mini aber kein hochauflösendes Retina-Display (2048 × 1536 Bildpunkte). Dank der Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten laufen aber zum Start alle rund 275.000 für das iPad bis zur zweiten Generation geschriebenen Apps ohne Anpassung auch auf dem iPad Mini. Trotz des - im Vergleich zur Konkurrenz - relativ hohen Preises von 329 Euro könnte der iPad Mini ein großer Erfolg werden: Denn schon kurz nach dem Marktstart kam es im Online-Shop von Apple zu verlängerten Lieferzeiten, weil die Nachfrage das Angebot überstieg.

 

Applefan27
Echt guter Bericht

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