Die Gefahren bei Outsourcing-Projekten

09.07.2002
Von Katharina Friedmann
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Zahl der „Bad Deals“ beim Outsourcing wird in den kommenden 18 Monaten drastisch steigen. Mit dieser Prognose appelliert Gartner an Unternehmen, sich beim Abschluss von Neuverträgen nicht zu überschlagen. Es sei ein Fehler, die IT nur wegen der Aussicht auf eine kurzfristige Kostenreduktion auszulagern.

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Outsourcing ist ein riskantes Geschäft - für beide Parteien 

Dem europäischen Markt für IT-Services droht eine Durststrecke: Gartner prognostiziert dem Segment für 2002 einen Zuwachs von lediglich 2,3 Prozent. Angesichts der niedrigsten Wachstumsrate seit zehn Jahren expandieren viele Dienstleister ins Outsourcing-Geschäft, so dass die Marktforscher ein wahres Hauen und Stechen um die Gunst des Kunden erwarten. Speziell im laufenden Jahr, in dem in erster Linie der rasche Return on Investment (RoI), Instant-Einsparungen und schnelle Renditen angesagt sind, üben Outsourcing-Verträge, die eine unmittelbare Entlastung der Budgets versprechen, eine starke Anziehungskraft auf Unternehmen aus. Der Weg ins Outsourcing ist laut Gartner jedoch mit Stolpersteinen gepflastert.

Sparen kann teuer werden

Vorrangig auf rasche Kostenreduzierung ausgerichtete Outsourcing-Partnerschaften geraten nach Gartner-Beobachtungen meist schon innerhalb der ersten zwölf Monate in eine Schieflage. Solche Kooperationen resultierten häufig in Langzeitabhängigkeiten, die der Dynamik heutiger Business-Umgebungen nicht gerecht werden könnten.

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