SAN, SSD, Virtualisierung

Die fünf coolsten Storage-Hersteller 2009

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Gartner kürt Unternehmen, die mit innovativen Storage-Techniken Maßstäbe setzen in Sachen Leistung, Effizienz und Verwaltbarkeit.

Gerade in Krisenzeiten sollten sich IT-Manager für Technologien junger Unternehmen interessieren, rät das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner. Sie könnten helfen, Storage-Infrastrukturen im Data Center einfacher zu gestalten, Speicherkosten zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Daten zu verbessern. Vor diesem Hintergrund kürten die Analysten die "Cool Vendors in Storage Technology and Systems" für das Jahr 2009.

Axxana: Disaster Recovery

Der israelische Hersteller Axxana hat sich auf das Thema Disaster Recovery spezialisiert und eine "Replication Appliance" entwickelt. Die Idee für das Produkt "Axxana Phoenix" stammt aus typischen Katastrophenschutzmaßnahmen im Data Center. Um Daten im Notfall nicht zu verlieren, sichern Unternehmen die Informationen laufend auf Storage-Medien in einem entfernten Rechenzentrum (Remote Data Center). Vor allem bei der asynchronen Replizierung der Daten entsteht dabei eine Lücke, wenn eine Störung eintritt, bevor die letzten Informationen an das Backup-RZ übermittelt wurden. Hier kommt die Replication Appliance von Axxana ins Spiel. Ähnlich einer Blackbox in Flugzeugen zeichnet sie sämtliche angestoßene Schreibvorgänge auf und sendet die Daten nach einem Notfall an das entfernte RZ.

Axxana spricht deshalb gerne von einem "Enterprise Data Recorder". Auch äußerlich soll das Produkt den Black Boxen ähneln, wie sie Airlines einsetzen. Ein feuerfestes und robustes kleines Gehäuse enthält alle nötigen Komponenten zum Speichern und Versenden von Daten über eine Breitbandverbindung. Statt empfindlicher und stromfressender Festplatten nutzt Axxana SSD-Komponenten (Solid State Disk). Gartner lobt das System unter anderem deshalb, weil Unternehmen damit im Vergleich zu anderen Disaster-Recovery-Lösungen mit teuren Speichern Kosten sparen könnten.