Innovationsstau in der IT

Die Fesseln der Entscheider

07.09.2010
Von Christa Manta
Anzeige  Jedes zweite Unternehmen beklagt in einer aktuellen Studie Wettbewerbsnachteile durch einen Innovationsstau in der IT. Die operativen Kosten für Betrieb und Wartung der Systeme würden einen zu großen Anteil des Budgets fesseln und ließen kaum Raum für Neuerungen.

Innovationen in der IT entstehen nicht, wenn man für viel Geld eine neue Technik kauft. Aber sie erfordern - neben einer gehörigen Portion Mut - auch einen gewissen Spielraum an personellen und finanziellen Ressourcen. Gerade dieser aber fehlt derzeit den Unternehmen, zeigt eine aktuelle von HP beim Marktforschungsunternehmen Coleman Parkes Research in Auftrag gegebene Studie unter 560 Entscheidern von Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern.

Bestandsaufnahme nach der Krise

Quelle: Andrea Kusajda, Pixelio.de
Quelle: Andrea Kusajda, Pixelio.de
Foto: Andrea Kusajada, Pixelio

Mehr als jedes zweite der befragten Unternehmen aus Europa, Nord- und Lateinamerika sowie dem Nahen Osten gab an, dass sich im Zuge der Wirtschaftskrise ein Innovationsstau in der IT gebildet habe, der zu Wettbewerbsnachteilen führt. Von Neuerung in der IT versprechen sich die Unternehmen aber, dass sie helfen, die Komplexität in der IT-Infrastruktur zu reduzieren, die Systeme zu modernisieren, und Kosten zu senken. Letztendlich sollen Innovationen dazu führen, den Umsatz zu steigern und die Flexibilität und Agilität im Unternehmen sowie die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Operative Kosten als Korsett

Als Ursache für die Innovationsprobleme in der IT gaben die befragten Geschäfts- und IT-Entscheider an, ihre Budgets seien in den Betrieb und Wartung von aktuellen und Altsystemen gebunden. Diese Kosten werden wie ein Korsett empfunden, das keinen Raum für die Investition in neue, den Anforderungen besser entsprechende Technologien lässt.

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