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Die EU nimmt erneut Intels Geschäftsgebaren unter die Lupe

08.06.2004

Die europäischen Kartellbehörden werden erneut die Geschäftspraktiken des US-amerikanischen Halbleiterkonzerns Intel untersuchen, nachdem sich dessen Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD) geweigert hat, seine diesbezügliche Beschwerde zurückzuziehen. Vor einigen Jahren war die Europäische Kommission bereits einmal zu dem Schluss gelangt, es gebe nicht ausreichend Beweise für ein Verfahren gegen Intel. Das "Wall Street Journal" zitiert Kommissionssprecherin Amelia Torres mit der Aussage, AMD habe sich damit nicht zufrieden gegeben und seine Beschwerde erneuert.

Die Kommission sei nun in neue Phase der Faktenfindung eingetreten und habe Briefe an verschiedene Player aus der Branche verschickt, um Informationen einzuholen. Die Ermittlung habe aber eben erst begonnen, es sei "zu früh um zu sagen ob daraus ein Fall wird". Wie viele Informationsanfragen verschickt wurden und an wen, wollte Torres nicht verraten.

Ihre erste Ermittlung gegen Intel hatte die EU im April 2001 angekündigt. Damals ging es um den Vorwurf, der Hersteller habe im Bereich für Prozessoren, auf denen Microsoft-Software laufe, "seine dominierende Markposition missbraucht". (tc)