Eine Frage der Hierarchie
Die Dienstwagen in der IT

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Allen modernen Management-Theorien zum Trotz gilt in Sachen Dienstwagen immer noch ein ungeschriebenes Gesetz: "Firmenwagen werden in der Regel umso häufiger vergeben, je höher ein Mitarbeiter in der Hierarchie angesiedelt ist." Das berichtet der Management-Berater Kienbaum, Gummersbach, der für seine aktuelle IT-Vergütungsstudie Daten von 3.577 Fach- und Führungskräften aus 254 Unternehmen ausgewertet hat.
Demnach ist in der ersten Führungsebene der Firmenwagen eine Selbstverständlichkeit. 100 Prozent aller Vorsitzenden/Sprecher der Geschäftsführung eines IT-Unternehmens bekommen einen Dienstwagen hingestellt. Je niedriger die Führungsebene, desto geringer ist dann auch der Anteil derjenigen, die einen Firmenwagen erhalten: Während noch zwei Drittel aller IT-Leiter ein Firmenfahrzeug bekommen, sind es bei den Gruppen- und Teamleitern 40 Prozent und unter den Produkt-Managern 24 Prozent. Unter den Controllern ist es nur jeder Fünfte, und im Bereich User-Helpdesk fährt nur eine Minderheit von sechs Prozent auf Kosten des Arbeitgebers.
Die Hierarchie muss stimmen
Kienbaum hat sich angesehen, um welche Autos es sich dabei handelt. Auch hier zeigen sich Hierarchie-bedingte Unterschiede. So darf es für den Geschäftsführer ein Audi A6 sein (31 Prozent), ein Mercedes der E-Klasse (28 Prozent) oder ein BMW der 5er-Reihe (23 Prozent)sein. Die verbleibenden 18 Prozent fahren VW (Passat, Touareg) oder Volvo, Renault und Ford.
Bei den Führungskräften sieht es aus wie folgt: 25 Prozent fahren einen Audi A6 oder A4 als Dienstwagen. Jeweils 23 Prozent bekommen einen VW (Passat, Sharan) oder einen BMW der 5er- oder 3er-Reihe. 17 Prozent erhalten einen Mercedes der C- oder E-Klasse und die restlichen zwölf Prozent steuern einen Volvo, Opel, Honda, Ford oder Renault.
Bei den Fachkräften fährt eine relative Mehrheit von 42 Prozent einen VW (Passat oder Golf). 22 Prozent erhalten von ihrem Unternehmen einen Audi (A3, A4 oder A2) und 16 Prozent einen BMW der 3er Reihe. Sieben Prozent steuern einen Mercedes der A-Klasse. Die verbleibenden dreizehn Prozent fahren Volvo, Ford, Honda, Toyota oder Renault.
