Du bist, was du fährst

Die Dienstwagen der IT-Manager 2015

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Deutsch, groß, teuer. Betrachtet man die Parade der beliebtesten Firmenwagen in der IT, stimmt der Spruch auch in diesem Jahr.
BMW 5er Touring: Groß und deutsch muss der Dienstwagen sein.
BMW 5er Touring: Groß und deutsch muss der Dienstwagen sein.
Foto: Rene Schmöl

Flache Hierarchien propagieren viele IT-Unternehment, schließlich will man begehrte IT-Fachkräfte mit modernen Unternehmensstrukturen locken. Doch diese stoßen beim Thema Dienstwagen immer noch schnell an Grenzen. Hier gilt nach wie vor die Regel: Wer einen Geschäftswagen bekommt, hat es geschafft - oder arbeitet im Außendienst. Je größer das Auto, desto größer sind Macht und Einfluss im Unternehmen.

Auf was die Bosse abfahren

In ihrem jährlichen Gehaltsvergleich erfasst die Unternehmensberatung Interconsult auch die beliebtesten Firmenwagen in der Hightech-Industrie: Die Auswertung der gut 10.000 Positionen in 129 Unternehmen ergab, dass den Bossen bei der Wahl ihres Firmenwagens zwei Dinge wichtig sind: Groß und deutsch muss er sein. Demnach fahren die Geschäftsführer der IT- und Elektronikhersteller am liebsten vor mit der E-Klasse von Mercedes, einem 5er BMW, und einem Audi A6 vor. Luxuslimousinen wie Audi A8 oder die Mercedes S-Klasse sind nur eine Randerscheinung. Die Gesamtvertriebsleiter sind am häufigsten mit einem 5er BMW, einem Mercedes der C-Klasse oder einem 3er BMW unterwegs.

Bei Vertrieblern ohne Leitungsfunktion sind dagegen der 5er BMW und die E-Klasse von Mercedes kaum beziehungsweise gar nicht zu finden. Sie fahren Audi A4 oder VW Passat. Beide Fahrzeugmodelle gehören auch zu den Top 3 der Firmenwagen der Regionalverkaufsleiter. Deren am häufig genutztes Auto ist aber der 3er BMW.

Arbeitsplatz Auto

Während für Manager ein Dienstwagen Statussymbol ist, ist er für andere Berufsgruppen Arbeitsplatz. Serviceingenieure und Kundendienstleiter sind darum auch häufig mit Kombis unterwegs, die im oberen Management verpönt sind. Mehr als jeder Vierte von ihnen fährt einen VW Passat oder Golf-Kombi. Weniger beliebt ist dagegen der Ford-Modelle Mondeo und Focus: Nur vier Prozent der Field Application Ingenieure fahren den Mondeo, ähnlich niedrig liegt der Prozentsatz der Serviceingenieure, die sich für einen Ford Focus entschieden haben.

Laut dem Gehaltsvergleich von Interconsult bieten Firmen auch verstärkt eine Alternative zum Dienstwagen an: Statt Auto erhalten die Mitarbeiter Geld, und zwar zwischen 7.212 und 12.222 Euro im Jahr - als Kompensation. Dienstfahrten werden dabei anhand der steuerlichen Regelung zusätzlich vergütet. Mit dem Modell können die Firmen sparen, und für so manchen Mitarbeiter zahlt sich die Cash-Variante mehr aus als ein Dienstwagen.

Was der Firmenwagen kostet

Die private Nutzung eines Firmenwagens hat der Mitarbeiter als geldwerten Vorteil durch den Arbeitgeber zusammen mit dem Gehalt zu versteuern. Die Höhe des geldwerten Vorteils errechnet sich

  • entweder anhand der anteiligen tatsächlichen Kosten, wobei die privaten Kosten beziehungsweise Fahrten in einem Fahrtenbuch nachzuweisen sind,

  • oder aus der Summe von ein Prozent des Listenpreises des Fahrzeuges und des pauschalen Nutzungswertes von 0,03 Prozent je Entfernungskilometer: Beispiel: Kostet das Fahrzeug 23.270 Euro und fährt man 30 Kilometer zur Arbeit, ist ein geldwerter Vorteil von monatlich 440,80 Euro zu versteuern.

Die erste Variante (mit Fahrtenbuch) kann sich vor allem dann lohnen, wenn es sich um einen sehr teuren Firmenwagen handelt und das Fahrzeug privat kaum genutzt wird. Darum rät der Bund der Steuerzahler dazu, ein Fahrtenbuch zu führen. Bei einem teuren Wagen könne man einige Hundert Euro im Jahr Steuern sparen.

 

Wastelander

Eine Batterie, zur Entsorgung und vom Herstellungsort, um die halbe Welt zu schiffen, ist natürlich viel umweltfreundlicher. Wie kann ich da nur das Gegenteil behaupten.
Schande über mein Haupt.
Und Sie Landei, begreifen Sie mal, das die Batterien tausende Kilometer hinter sich lassen müssen, zur Entsorgung und nach der Herstellung zum Bestimmungsort.

Landei

Also:

Batterien werden recycled zu über 95%. Erdöl ist für immer weg und hat eine Recyclingquote von 0%. Übrigens kann man bei dem unbekannten Hersteller Mercedes Benz nachlesen das ein E-Auto bereits heute dem vergleichbaren Verbrenner in der Umweltbilanz weit überlegen ist. Die haben bestimmt auch keine Ahnung. Wie Ihr beiden Fachleute.

Erdöl aus der Arktis ist natürlich unendlich einfach zu fördern und hält locker ewig.
Wer die ganzen unterseeischen Pipelines der Nordsee entsorgt und wer das bezahlt und was das ganze auslaufende Erdöl anruchtet dürfen Sie gerne Ihren Kindern erzählen.

Wenn keine Medizin und Dünger mehr hergestellt werden kann weil Sie mit 200 durch die Gegend fahren und kostbares Erdöl verheizen freut das do einige. Sind Essen und Gesundheit doch völlig unwichtig im Vergleich zum Fahrspass.

Bielfeld

Herr Wastelander,
Sie haben völlig Recht; haben aber nicht erwähnt, woher die Materiealien für die Batterien kommen, wie das Material abgebaut, und wie es transportiert wird.
Allein der Abbau ist Raubbau an der Natur, und der Schiffstransport ? Was für Abgase blasen die in die Atmosphäre (volle Kraft vorraus!!) Dann der Eisenbahntransport und die Aufbereitung und Herstellung der Batterie.
Wenn man dies alles zusammenzählt, müßten Elektroautos verboten werden.

Wastelander

Wie verblödet muss der Mensch sein, das er glaubt, ein E-Auto mit einem Haufen Batterien an Bord seien umweltfreundlich.
Der soll sich mal Gedanken machen, wo diese Batterien entsorgt werden und wie die Batterien zur Entsorgung kommen.
Rechnet man das um, lohnt eine Batterieauto definitiv nicht und ist sogar ein größeres Problem für die Umwelt, als ein Verbrennungsmotor.
Nur leider denken die Fahrer dieser Autos da nicht drüber nach. Der Hersteller weiß genau, das er nur E-Autos baut, um die Norm zuerfüllen. Der Umwelt hilft das aber nicht, genauso wenig wie ein E-Auto

Landei

Ich fahre Elektroauto. Ein fossiler Verbrenner ist dagegen in etwa so innovativ wie ein Rechenschieber.
Innovation bedeutet "Fahren mit erneuerbaren Energien". Ob Tesla Model S für den Vertrieb oder Renault ZOE für den Innendienstmitarbeiter ist dabei egal.

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