DBCE

Die deutsche Cloud-Börse soll im Mai starten

Simon verantwortet auf Computerwoche online redaktionell leitend überwiegend alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz. Er entwickelt darüber hinaus innovative Darstellungsformate, beschäftigt sich besonders gerne mit Datenanalyse und -visualisierung und steht für Reportagen und Interviews vor der Kamera. Außerdem betreut der studierte Media Producer den täglichen Früh-Newsletter der Computerwoche. Aufgaben in der Traffic- und Keyword-Analyse, dem Content Management sowie die inoffizielle Funktion "redaktioneller Fußballexperte" runden sein Profil ab.
Mehr als ein Jahr nach dem ursprünglich angekündigten Launch-Termin soll auf dem herstellerneutralen Cloud-Marktplatz der Deutschen Börse Cloud Exchange (DBCE) nun bald mit IaaS-Ressourcen gehandelt werden können.

Im Rahmen der World Hosting Days in Rust stellte die DBCE erstmals das Live-Trading mit Cloud-Ressourcen wie CPU, Speicher und RAM vor. Der Marktplatz befindet sich jetzt in der Betaphase und soll voraussichtlich ab Mai live gehen. Die Börse für standardisierte Rechenzentrums- und Speicherkapazitäten soll Anwendern und Cloud-Providern den transparenten und anbieterunabhängigen Handel mit Cloud-Infrastruktur ermöglichen - so könnten beispielsweise zeitweise nicht genutzte Ressourcen durch Dritte benutzt werden.

Zusätzlich eröffne sich Providern ein neuer Vertriebskanal für ihre Infrastruktur-Kapazitäten, unterstrich Maximilian Ahrens, Vorstandsmitglied der DBCE. "Cloud-Provider müssen keinen festen Preis für ihre Produkte mehr festlegen - sie können dank des Marktplatzes bald austarieren, wieviel die Kunden zu zahlen bereit sind", erklärte Ahrens.

Foto: DBCE

Genau darum soll es bei DBCE gehen - die Möglichkeit für Cloud-Betreiber und Anwenderunternehmen, Ressourcen innerhalb einer variablen Preisspanne zu verkaufen respektive einzukaufen - ohne Qualitätsunterschiede zwischen günstigen und teureren Angeboten. So könnten beispielsweise zeitliche Schwankungen gut bedient werden - wie eine geringere Nachfrage am Wochenende zu entsprechend niedrigeren Preisen für Anwender oder ein erhöhter Bedarf über die Weihnachtstage, der entsprechend teurer gehandelt werden kann. Anwender, die Cloud-Ressourcen zu keinem festgelegten Zeitpunkt benötigen, sparen damit bares Geld.

Bereits im Sommer 2013 hatte die DBCE die Kooperation mit dem Berliner Softwareunternehmen Zimory und dem TÜV Rheinland öffentlich gemacht und war damals noch von einem Start Anfang 2014 ausgegangen.