Intel-Chip mit 48 Rechenkernen

Die Cloud im Prozessor

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Anzeige  Intel-Forscher haben den Prototypen eines Prozessors mit 48 Kernen enthüllt. Der Chip realisiert Prinzipien des Cloud-Computing und soll Rechenzentren künftig um ein Vielfaches energieeffizienter machen - sowie erheblich Platz sparen.
Forscher von Intel in Braunschweig, Indien und USA haben erstmals den Prototypen eines Intel-Prozessors mit 48 Kernen enthüllt.
Forscher von Intel in Braunschweig, Indien und USA haben erstmals den Prototypen eines Intel-Prozessors mit 48 Kernen enthüllt.
Foto: Intel

Während Intel im Jahr 2010 Prozessoren mit sechs und acht Kernen auf breiter Basis in den Markt einführen wird, umfasst der "Single-Chip Cloud Computer", wie der neue Super-Prozessor heißt, 48 voll programmierbare Rechenkerne. Das sind mehr als je zuvor auf einem einzigen Siliziumchip integriert waren.

Der Chip verfügt zudem über neue Powermanagement-Techniken für eine extrem hohe Energieeffizienz. Die 48 Kerne benötigen nur 25 Watt im Idle-Zustand oder 125 Watt bei maximaler Leistung - das ist vergleichbar mit dem Verbrauch aktueller Intel-Prozessoren oder der Leistungsaufnahme von zwei Standard-Haushaltsglühbirnen.

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