Das Dell Insider-Portal: Für alle, bei denen die Umsetzung mehr zählt als die Theorie:
Mit echten Fallbeispielen und Erfahrungsberichten zu den aktuellsten IT-Themen

Serie: Das zukunftsfähige Unternehmen

Die Cloud als Wettbewerbsvorteil nutzen

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: das des Programmierers und Technikers und das des Vollblut-Journalists und Content-Junky. Seit 30 Jahren schreibe ich Programme, Artikel, Kompendien, Web-Seiten-Inhalte und Social-Media-Schnipsel und habe immer noch Spaß dran. Derzeit befasse ich mich - nicht nur für Dell - intensiv mit den Themen Cloud und Security.
Stefan Schasche ist seit 15 Jahren im IT-Bereich als Redakteur, Projektleiter und Autor tätig und kennt sich mit aktueller Hardware ebenso aus wie mit Betriebssystemen oder digitalen Werbeformen. Als Blattmacher war er für verschiedene Zeitschriften aus dem IT-Bereich redaktionell verantwortlich und betreute in diesem Umfeld Autoren auf allen Kontinenten.
Was macht ein Unternehmen bereit für die Zukunft? Sind es die Mitarbeiter, die Technik, die finanzielle Situation oder interne Prozesse?

Auch wenn die Antworten auf so eine Frage ganz unterschiedlich sein können, gibt es doch etliche Punkte, die erfüllt sein müssen, um schnell und flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren zu können. Diese Artikel-Serie beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema Zukunftsfähigkeit (englisch: "Future Readiness") und betrachtet dabei verschiedene Aspekte. Den Start macht das Thema Cloud.

Vielfach braucht es ein konkretes Ereignis, um sich über die Struktur und die Prozesse eines Unternehmens Gedanken zu machen. Das können auch positive Dinge sein: Gerade wenn sich die Auftragslage glänzend entwickelt und ein Unternehmen floriert, stößt die hausinterne IT plötzlich an Grenzen, die sich nicht leicht überwinden lassen. Dann ist der IT-Leiter gefordert, schnell für Abhilfe zu sorgen, damit die Aufträge nicht verloren gehen. Oder aber die Datenmengen im Unternehmen wachsen unaufhörlich und erfordern nicht nur größere Storage-Server, sondern eine neue Backup-Lösung und vermehrt die Anbindung von externen, mobilen Mitarbeitern.

Foto: Dell

Umfrage zu CRM in der Cloud

Der dahinterliegende Wandel vollzieht sich schon länger und ist deshalb so schwer zu erkennen. Die IT betreut nicht mehr nur die PCs und Notebooks der Mitarbeiter und unterstützt den Geschäftsbetrieb, sondern die IT wird zum Rückgrat des Betriebs. Sie ist mindestens so wichtig wie der Vertrieb, das Marketing und die Produktion. Liegt sie am Boden, ist die Existenz der Firma schon nach Tagen gefährdet. Ist die IT flexibel und kann sich schnell auf neue Situationen und Herausforderungen einstellen, wird das ganze Unternehmen agil, kann Kunden Dinge anbieten, die vorher nicht möglich waren und dem Unternehmen somit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Aber letztlich ist das immer noch zu kurz gesprungen: Die Rolle der IT in einem Unternehmen - und das ist unabhängig davon, ob es um ein mittelständisches Unternehmen, eine Bank, Versicherung, Krankenhaus, Maschinenbauer oder Großkonzern geht - hat sich vom Auftragnehmer der anderen Abteilungen zum Motor, Treiber und Innovator gewandelt. Moderne IT-Leiter wissen, was der Markt an Hard- und Software-Lösungen für sein Unternehmen bereithält. Sie wissen, wie sie die vielen Systeme, Tools und Cloud-Lösungen zu etwas völlig neuem zusammensetzen können und damit Dinge erschaffen, die dem Unternehmen enorme Vorteile verschaffen.

»
Whitepaper zum Artikel

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die IT bei strategischen Entscheidungen nicht nur dabei ist, sondern eine führende Rolle einnimmt. So versetzt man sein Unternehmen in die Lage, sich für plötzliche neue Anforderungen zu wappnen. Wer dabei befürchtet, dass man dafür viel Geld in die Hand nehmen muss, liegt nicht richtig. Es geht nicht darum, die IT mit viel Storage, Servern und Netzwerk-Technik aufzurüsten, damit sie im Fall der Fälle genug Kapazität bereitstellen kann.

Flexibel bei Kosten und Zeit dank Cloud

Vielmehr ist es wichtig, seine IT von der Kapazität und von der Struktur her jederzeit schnell skalieren zu können (in beide Richtungen: rauf wie runter) und dabei nur für das zu zahlen, was benötigt wird. Das geht nur in einem sehr begrenzten Rahmen, wenn man alles selbst betreibt. Denn dazu müsste man reichliche Reserven vorhalten und die Ressourcen an den zu erwartenden Höchstlasten ausrichten. Diese Vorgehensweise wäre verständlich, darf doch das System unter keinen Umständen in die Knie gehen.

Allerdings ist sie wenig effektiv, denn die Auslastung der IT-Ressourcen ist zur übrigen Zeit deutlich niedriger. Diese Diskrepanz führt, strategisch und langfristig gedacht, in eine Sackgasse. Denn je größer ein Unternehmen wird, je vielschichtiger die Geschäftsbeziehungen, je umfangreicher die Ausstattung der Mitarbeiter mit moderner Technik und je globaler die Ausrichtung, desto schwieriger und kostspieliger wird es, die IT-Ressourcen intern sinnvoll zu skalieren. Bereits ein kurzfristiger Auftrag für ein zeitlich begrenztes Großprojekt oder ein Test eines neuen Geschäftsmodells kann die IT über ihre Kapazitäten hinaus belasten, ohne dass ein Ausbau mit neuer Hardware finanziell gerechtfertigt oder sinnvoll wäre.

Dieses Problem lässt sich mithilfe eines Cloud-Dienstleisters nicht nur schnell, sondern auch preiswert lösen, da sich die zur Verfügung gestellten Ressourcen an den jeweiligen Bedarf anpassen. Die Cloud eröffnet somit für ein zukunftsfähiges Unternehmen einen schnellen und preiswerten Weg, neue Geschäftsideen oder Strategien auszuprobieren, bevor man sie tatsächlich mit vollster Kraft verfolgt und umsetzt. Diese hinzu gewonnene Skalierbarkeit und die gesteigerte Flexibilität resultieren in einer deutlich höheren Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, da selbst auf kurzfristigste Herausforderungen reagiert werden kann.

Wer vorhandene IT-Strukturen in Frage stellt, kann mit Cloud-Techniken sein Unternehmen zukunftsfähig machen.
Wer vorhandene IT-Strukturen in Frage stellt, kann mit Cloud-Techniken sein Unternehmen zukunftsfähig machen.
Foto: Dell

Die IT selbst kann sich auf Wichtigeres konzentrieren als zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, denn das geschieht im Unternehmen der Zukunft dank Cloud buchstäblich auf Knopfdruck. Stattdessen wandelt sich die IT von einer Kostenstelle zu einem effektiven Teil der Unternehmens, der in der Lage ist, blitzschnell neue Applikationen bereitzustellen. Probleme werden zudem schneller und einfacher gelöst, denn das System ist wesentlich effektiver und zeitsparender zu warten als zuvor.

Doch Cloud bedeutet nicht nur gesteigerte Flexibilität, sondern auch höhere Geschwindigkeit und bessere Reaktionsfähigkeit. Der Faktor Zeit wird in Zukunft noch wichtiger sein als Geld, das man nicht verschwenden darf. Wer zu lange wartet, nur um seine IT-Ressourcen für ein neues Projekt zu erweitern, der hat bereits verloren. Die Cloud verhilft dem zukunftsfähigen Unternehmen zu einer bisher ebenso ungeahnten wie alternativlosen IT-Agilität, die notwendig sein wird, wenn man den Anschluss nicht nur halten sondern das Rennen auch gewinnen möchte.

Kostenkontrolle entsteht jedoch nicht nur durch die flexible Anpassung der Lasten, sondern auch durch Virtualisierung. Das zukunftsfähige Unternehmen ist eines, das durch virtuelle Infrastrukturen Lizenzgebühren und Ausgaben für Soft- und Hardware spart, Updates per Knopfdruck auf allen Clients automatisch installiert und Wartungs- und Reparaturkosten minimiert - und zwar über große Entfernungen hinweg.

Beispiel Desktop-Virtualisierung

Mithilfe der Cloud lassen sich Thin Clients in Filialen überall auf dem Globus gleichzeitig mit Updates oder Sicherheits-Patches versorgen. Die Clients selber sind weniger anfällig für Defekte oder den Befall mit Schadsoftware als gewöhnliche Rechner und sie haben eine weitaus längere Lebensdauer, weil die Leistungsfähigkeit nicht mit den Anforderungen der installierten Software Schritt halten muss. Die Software-Lizenzen werden nicht mehr gekauft, sondern im Rahmen eines SaaS-Modells lediglich als Service genutzt, was Anschaffungs- und Betriebskosten ebenso wie die Folgekosten für neue Releases senkt.

Die Virtualisierung von Desktop-PCs macht in der IT Kapazitäten frei, um das Unternehmen IT-technisch auf die Zukunft auszurichten.
Die Virtualisierung von Desktop-PCs macht in der IT Kapazitäten frei, um das Unternehmen IT-technisch auf die Zukunft auszurichten.
Foto: Dell

Neben der Skalierbarkeit und der damit verbundenen Kostenkontrolle steht die immer wichtiger werdende Verfügbarkeit im Fokus. Auch heute können sich Unternehmen Server-Ausfälle kaum erlauben, doch für zukunftsfähige Unternehmen wird die dauernde Verfügbarkeit aller Ressourcen eine zentrale Bedeutung haben. Man denke nur an das weltweit agierende Mitarbeiternetze, die auf die Daten im Firmennetz jederzeit und von jedem Ort auf dem Globus Zugriff haben müssen. Große Cloud-Dienstleister garantieren Verfügbarkeiten von mehr als 99,99 Prozent, mit weniger kann sich kein modernes Unternehmen mehr zufriedengeben.

Der Bereich Human Resources spielt für ein zukunftsfähiges Unternehmen ebenfalls eine gewichtige Rolle, denn fähige Mitarbeiter sind für jede Organisation die Basis des Erfolgs. Gute Talente sind jedoch rar und schwer zu finden. Da sich das auch in Zukunft nicht ändern wird, bekommt das Recruiting eine immer größere strategische Bedeutung. Durch Cloud-Computing ist es möglich, die Personalsuche durch Nutzung von mobilem Internet, Performance-Messungen, eine Software-basierte, professionelle Betreuung der Kandidaten sowie eines plattformübergreifenden, internationalen Recruiting-Prozesses zukunftsfähig aufzustellen. All das geht Hand-in-Hand mit einer Cloud-basierten Social-Media-Strategie samt Direktansprache potenzieller Kandidaten, denn im Social Web bewegen sich die Talente von morgen schon heute.

Der richtige Weg in die Cloud ist ein individueller

Mehr und mehr Unternehmen haben die Vorteile von Cloud-Diensten bereits für sich entdeckt. Etwa die Hälfte aller deutschen Unternehmen setzt beispielsweise bereits in irgendeiner Form Cloud-Services ein. Doch der Weg in die Cloud ist nicht für jedes Unternehmen der gleiche, eher ist das Gegenteil der Fall. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, gilt es, die eigene Cloud-Strategie optimal an die individuellen Erfordernisse und Gegebenheiten anzupassen. Strategisch gesehen liegt der Weg in die Cloud in den Herausforderungen begründet, denen sich ein zukunftsfähiges Unternehmen stellen muss. Die IT und das Kerngeschäft müssen den Weg gemeinsam gehen, sich gegenseitig unterstützen und Probleme wie Sicherheit, Integration oder Compliance bereits im Vorfeld lösen.

Welches Cloud-Model letztendlich zum Einsatz kommt, hängt vom Unternehmen, von den Gegebenheiten und den Zielen ab. So kann in Teilbereichen des Unternehmens eine Private Cloud zum Einsatz kommen und in anderen eine Public Cloud. Eine Mischung ist oft eine gute Lösung und in der Regel abhängig von der bereits vorhandenen IT-Infrastruktur.

Wichtig für ein zukunftsfähiges Unternehmen ist auch, in die Zukunft zu schauen sowie Veränderungen und Optionen in die Planung einzubeziehen. Unterm Strich gibt es für den Weg in die Cloud zwar keine Patentlösungen, allen guten Unternehmens-Strategien ist jedoch gemeinsam, dass sie auf lange Sicht geplant sind, sie aber dennoch eine kurzfristige Flexibilität besitzen, die eine Reaktion auf überraschende Situationsveränderungen möglich macht. Dieses trifft exakt auf die Cloud-Strategie eines in die Zukunft gerichteten Unternehmens zu: Egal ob Hybrid-, Public- oder Private-Cloud, die richtige Wahl erschließt sich nicht selten erst nach intensiver Analyse und das Unternehmen sollte beweglich genug sein, die endgültige Entscheidung für das optimale Cloud-Modell erst zur richtigen Zeit zu treffen.

Weitere Artikel zum Thema: