iOS-Ratgeber

Die besten Wetter-Apps für das iPad

Auch alte Bauernregeln machen das Wetter nicht besser, zudem helfen Sie im Gegensatz zu den vorgestellten Wetter-Apps meist nicht bei der Vorhersage. Wir haben uns in das Sturmgetöse gewagt und benennen unseren Favoriten.

Einige Apps schaffen es merkwürdigerweise nie auf das iPad. So hatte schon das Ur-iPhone die Wetter-App im Lieferumfang, auf dem iPad gehört sie bis heute nicht dazu. Dafür widmet sich der App Store dieser Kategorie mit einer eigenen Rubrik mit haufenweise Lösungen von der Gratisversion bis zu Kauf-Apps und solchen, bei denen zusätzliche Dienstleis­tungen per In-App-Kauf oder Abo hinzugefügt werden.

Dass zumindest der Wettervorhersage noch einige Bedeutung zukommt, zeigt schon die Tatsache, dass keine Nachrichtensendung ohne sie auskommt, keine Tageszeitung und kein Stadtportal. Für einen großen Teil der Anwender gehören Wetter-Apps zu den nützlichen Tools, ein schneller Blick zeigt, ob zumindest am aktuellen Tag noch ein Regenschirm benötigt wird oder Glatteis zu befürchten ist. Zudem gibt es Infos wie das Wetter am Zielort einer Geschäfts- oder Urlaubsreise. Für manche hat die Vorhersage mehr Bedeutung: Jogger und Radler haben es lieber trocken, Segler brauchen Wind, der Landwirt muss den günstigsten Erntezeitpunkt kennen.

Dreitagewetter und Datenquellen

Die meisten Wetter-Apps bieten neben dem aktuellen Stand der Dinge mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und mehr auch eine Vorhersage, oft für mindestens eine Woche. Meteorologen weisen immer wieder darauf hin, dass eine Dreitageprognose halbwegs präzise ist, alles darüber hinaus höchstens eine Tendenz aufzeigt. Wer also am Montag schaut, ob er zum Kneipenbummel am Sonnabend einen Regenschirm benötigt, sollte sich auf die Vorhersage nicht verlassen, das prognostizierte Wetter trifft fast nie ein.

Zumindest den langfristigen Prognosen sollte man also mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Erschwerend hinzu kommt noch die Tatsache, dass die meis­ten Wetter-Apps verschweigen, woher die angezeigten Wetterdaten stammen.

So bezog Apple bis iOS 7 in der Wetter-App des iPhone die Daten von Yahoo, wechselte mit iOS 8 zu den Daten von The Weather Channel, einem US-Unternehmen. Einen großen Unterschied auf die Vorhersage der App macht das wohl kaum, da sich Yahoo wiederum bei The Weather Channel bedient. Das größte Unternehmen für Wettervorhersagen mit Niederlassungen Europa ist Meteogroup, es betreibt auch die Website Wetter.de.

Basics oder mehr

Je nach Interesse am aktuellen Wetter und der Vorhersage fällt die Entscheidung für eine App aus - Minimalisten benötigen sogar nicht einmal das. iOS stellt das aktuelle Wetter und eine Vorhersage ganz ohne App-Hilfe am iPad dar, dazu nutzt iOS 8 die Daten von The Weather Channel. Wer etwas mehr möchte, aber nicht von Informationen erschlagen werden will, greift zur Wetter-App von Yahoo. Sie ist schön, übersichtlich und kostenlos, allerdings mit Werbeeinblendungen, die sich nicht per In-App-Kauf wie bei vielen anderen tilgen lassen. Wer einen kompletten Überblick sucht, dazu Texte zum weltweiten Wetter, Wassertemperaturen für Badenixen weltweit und mehr, hat die Qual der Wahl, wir stellen unsere Favoriten vor.

Integration in iOS

Spannend ist auch die Betrachtung der Integration der Apps in iOS 8. So bieten viele Lösungen Mitteilungen, wen die nerven, der stellt sie ab. Neu mit iOS 8 sind Widgets, Miniprogramme, die ihre Daten auf Wunsch in Mitteilungszentrale einblenden, der Start der zugehörigen App wird dabei nicht benötigt. Wer eine eigene Wetterstation betreibt, erfasst verschiedene Messwerte zu Hause. Die Wetter-App Weather Pro HD etwa bietet die Einbindung der Daten von Netatmo-Wetterstationen, weitere werden sicher folgen. Cool auch: iPhone 6 und 6 Plus haben einen integrierten Barometersensor, erste Wetter-Apps stellen darüber den aktuell gemessenen Luftdruck dar.

Wer sich für mehr als das aktuelle Wetter und rudimentäre Vorhersagen interessiert, hat die Qual der Wahl. Es gibt von vielen Apps kostenlose Versionen, die sollten Sie vor einem Update testen. (Macwelt)