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Die besten Outsourcing-Anbieter für Infrastruktur

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Laut Forrester bleibt IBM der Top-Anbieter für Infrastruktur-Outsourcing - hat aber starke Wettbewerber wie Capgemini, HP oder CSC. Die zufriedensten Kunden indes hat TCS.
Verteilte gemeinsam mit seinem Kollegen Bill Martorelli insgesamt gute Noten: Forrester-Analyst Wolfgang Benkel.
Verteilte gemeinsam mit seinem Kollegen Bill Martorelli insgesamt gute Noten: Forrester-Analyst Wolfgang Benkel.
Foto: Forrester Research

Die Qual der Wahl haben Unternehmen, wenn sie einen Outsourcing-Partner für ihre IT-Infrastruktur suchen. Forrester Research untersuchte die weltweit führenden Anbieter nach 36 Qualitätskriterien und fand ein starkes Feld vor. Als Nummer Eins schälte sich IBM heraus, gefolgt von zehn Konkurrenten, die die Studienautoren Bill Martorelli und Wolfgang Benkel ebenfalls in die Gruppe der Marktführer einstuften. Dahinter drängen acht weitere „strong performer“ mit ihren spezifischen Stärken nach vorne.

Forrester sieht nach dem Dämpfer durch die globale Wirtschaftskrise einen wachsenden Markt für IT-Infrastruktur-Management, der durch das Streben der Anwender nach Kosteneffizienz gepusht wird. Nach einem Minus um 2,8 Prozent 2009 stiegen die weltweiten IT-Outsourcing-Umsätze im vergangenen Jahr wieder in gleichem Maße auf 237 Milliarden US-Dollar an. Für das laufende Jahr prognostizieren die Analysten ein Wachstum um 7,1 Prozent auf 254 Milliarden Dollar.

Infrastruktur-Management und Cloud-Lösungen verschmelzen

Das aber ist allein die nackte nachfragebedingte Seite. Die Bewegung im Markt resultiert aus einer Handvoll weiterer Trends, die zu veränderten Positionierungen der Anbieter führen. Cloud Computing beispielsweise: Forrester beobachtet eine allmähliche Verschmelzung der noch separierten Bereich Infrastruktur-Management und Cloud-Lösungen. Anbieter, die frühzeitig dieser Konvergenz-Entwicklung folgen, sind gegenüber der Konkurrenz im Vorteil. Allein deshalb, weil die Anwender der Attraktivität von Cloud-Services immer weniger widerstehen können.

Weitere Aspekte machen den Unterschied. So sind nach Einschätzung der Analysten nicht viele Anbieter in der Lage, ihren eigenen Anspruch an Innovationskraft und ständiger Optimierung mit den geschäftlichen Bedürfnissen der Kunden in Einklang zu bringen.

Globale Präsenz ist ein weiteres Kriterium, das an Bedeutung zunimmt. Forrester sieht hier einerseits die bisher führenden Anbieter, die ihre Präsenz in Niedriglohnländern ausbauen, andererseits die Vendors aus Indien, die ihrerseits den Fuß in die Tür möglichst vieler regionaler Märkte bekommen wollen. Den Anwendern kommt der verschärfte Wettbewerb gewiss zu Gute. Allerdings ist nicht jeder Anbieter überall gleich stark aufgestellt. Und so hängt die Partnerwahl auch an der eigenen Standortpolitik.

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