Die besten Notebooks unter 1000 Euro im Vergleichstest

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
In unserem großen Vergleichstest der Notebooks unter 1000 Euro erfahren Sie so einiges, das Ihre Kaufentscheidung erleichtert.

Noch nie gab's soviel Notebook für so wenig Geld. Die Preise für Mobilrechner kennen nur eine Richtung - nach unten. Da mag sich mancher Kaufwillige fragen, ob er der Qualität eines Billig-Laptops vertrauen kann, wenn er für einen Mobilrechner auch doppelt oder dreimal so viel Geld ausgeben kann. Deshalb ist es entscheidend, dass man seine Ansprüche an ein Notebook genau definiert: Wer für unter 1000 Euro einen Spiele-Boliden mit 3D-Leistung auf PC-Niveau erwartet, wird enttäuscht werden. Wer dagegen einen mobilen Allrounder sucht, der sich in erster Linie für Internet, Office-Anwendungen und ein gelegentliches Spielchen zum Einsatz kommt, kommt in der Unter-1000-Euro-Klasse auf alle Fälle auf seine Kosten.

Das können Sie erwarten: Die Rechenleistung dieser Notebooks genügt auf alle Fälle für Standard-Anwendungen - schließlich arbeiten sie alle mit Doppelkern-Prozessoren. Hinter den derzeit schnellsten Notebooks liegen sie rund 30 bis 40 Prozent zurück: Das klingt nach viel - im Arbeitsalltag bedeutet dies aber meist nur eine zusätzliche Wartezeit von einigen Sekunden beim Erstellen einer Powerpoint-Präsentation oder ein paar Minuten beim Transkodieren von Videomaterial.

Deutlicher sind die Unterschiede bei 3D-Spielen: Die meisten Notebooks der Billig-Klasse arbeiten mit stromsparenden, aber leistungsschwachen Grafikeinheiten, die im Chipsatz integriert sind. Grafisch anspruchsvolle Spiele kann man damit vollkommen vergessen - und auch alle anderen halbwegs aktuellen Games laufen nur mit reduzierter Auflösung und Effekten.

Doch in manchen Notebooks finden sich auch Einsteiger- und Mittelklasse-Grafikkarten - etwa Nvidias Geforce 8400M G(S) oder ATIs Mobility Radeon HD2400: Trotz DX10-Unterstützung laufen entsprechende Spiele damit zwar höchstens im Diashow-Tempo, doch unter DirectX 9 lässt sich das eine oder andere effektreiche Spiel bis zu einer Auflösung von 1280 x 800 ruckelfrei geniessen.

Ausstattung: Bei der Hardware-Ausstattung muss man kaum Kompromisse eingehen: Es gibt reichlich Festplatten-Platz - Standard sind 160 oder 200 GB, aber selbst Mobilrechner mit 250 GB Festplatte sind für unter 1000 Euro erhältlich. Ein DVD-Brenner für alle wichtigen Formate haben die günstigen Laptops ebenfalls an Bord.

Peripherie lässt sich reichlich anstöpseln - drei oder vier USB-Buchsen sind Standard. Allerdings liegen sie, bei einigen Notebooks so nahe zusammen, dass ein breiter Stecker oder ein dicker USb-Stick andere Buchsen verdeckt, sodass man im Endeffekt nur zwei Buchsen nutzen kann. Achten Sie daher darauf, dass die USB-Ports auf alle Seiten des Gehäuses verteilt sind. Selbst zukunftsweisende Schnittstellten wie HDMI oder e-SATA lassen sich bereits in der Sub-1000-Euro-Klasse blicken. Bei den meisten Notebooks müssen Sie sich allerdings mit einem VGA-Ausgang begnügen, wenn Sie einen externen Monitor anschließen wollen.

Gewicht und Akkulaufzeit spielen in dieser Preisklasse eine untergeordnete Rolle: Meist werden die günstigen Allrounder als PC-Ersatz genutzt. Bei einem Gewicht von meist 2,7 bis über drei Kilogramm eignen sie sich höchstens für den Terrassen-Einsatz. Bisher verirrt sich nur selten ein leichtgewichtiger 14-Zöller in diese Preisklasse - etwa das Samsung P400.

Das bekommen Sie nicht: Für ein wirklich mobiles Notebook müssen Sie mehr Geld ausgeben. Das gilt auch für eine längere Garantiezeit als die meisten standardmäßigen zwei Jahre. Bei den Business-Notebooks unter 1000 Euro fehlt häufig ein Docking-Anschluss, bei den günstigen Multimedia-Laptops ein wirklich film- und fernsehtaugliches Display mit Full-HD-Auflösung, hoher Helligkeit und knackigen Farben. Auch bei der Verarbeitung des Gehäuses macht sich der günstige Preis meist bemerkbar. Und natürlich kostet hohe Rechen- und Spieleleistung immer noch einen Premium-Preis: Doch nur die wenigsten Notebook-Anwender werden diese Leistung überhaupt ständig abrufen.

Sofern Sie keine speziellen Anfoderungen an Ihren Wunsch-Laptop stellen, werden Sie deshalb bei den Notebooks unter 1000 Euro sicher fündig. Die besten Mobilrechner in dieser Preisklasse finden Sie auf der nächsten Seite.