Image ist (fast) alles

Die besten Karriere-Websites

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Bertelsmann hat in Deutschland die beste Web-Seite für Bewerber. Unter den IT- und Hightech-Firmen ist es IBM - deutschland- und europaweit.

Die Studenten emotional auf der eigenen Homepage erreichen - das ist der Schlüssel, um an gute Bewerber zu kommen. Davon sind die Analysten der schwedischen Unternehmensberatung Potentialpark überzeugt, nachdem sie fast 2000 deutsche Studenten befragten, wie sie den Online-Karriereteil von Arbeitgebern bewerten. Projektleiter Julian Ziesing warnt die Unternehmen davor, die Jobsuchenden mit gestelzten PR-Floskeln, drögen Stellenbeschreibungen und unnötigen Zahlen und Statistiken zu langweilen. Die Kandidaten wollten in erster Linie wissen, "wie ihr künftiger Arbeitgeber, aber vor allem dessen Mitarbeiter, ticken". Und sie wollen das Gefühl haben, ernst genommen zu werden.

Homepage der Firmen als erste Anlaufstelle für Bewerber

Dass die Firmen Ziesings Kritik Ernst nehmen sollten, zeigt folgende Zahl: 86 Prozent der befragten Studenten suchen ihren Job über die Homepage der Unternehmen, und erst in 46 Prozent der Fälle findet die Suche via Karriereportale statt. Über die vielgelobten sozialen Netzwerke sind erst acht Prozent auf der Job-Pirsch. Insgesamt untersuchte Potentialpark 104 Karriereseiten von Unternehmen. Ziesing weiß auch, was die Guten von den sehr Guten unterscheidet. Letztere könnten dem Bewerber einen Eindruck vermitteln, wie sein künftiger Arbeitsplatz aussieht, wer seine Kollegen oder wie die Karriereaussichten sind. Das Ziel hat eine Firma dann erreicht, so Ziesing, "wenn der Bewerber schon von Anfang hat das Gefühl hat, er arbeitet mit Freunden". Imagepflege betreiben die Firmen zunehmend in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, beobachtet der Potentialpark-Projektleiter.

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