Wissens-Management

Die besten Evernote-Alternativen für Arbeitsteams

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Evernote ist der Platzhirsch unter den Wissens-Management-Lösungen. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Alternativen, die mit interessanten Features den Unterschied ausmachen können.

Interessante Blog-Artikel, aufschlussreiche Whitepaper, vielversprechende Software-Tools, schöne Infografiken: Jeden Tag stößt man auf interessante Dinge im Web, die eine Notiz lohnen. Nur wo soll der Vermerk hin? Mit Netz-Fundstücken geht jeder Anwender anders um. Die einen speichern die Seiten einfach als Favorit im Browser, die anderen nutzen spezielle Tools wie die Späterlesen-Dienste Instapaper und Pocket. Wer solche Inhalte besser organisieren, mit Kollegen teilen und effizient verwalten möchte, greift hingegen gleich auf umfangreichere Wissens-Management-Lösungen zurück. Mit über 75 Millionen Kunden ist der im Sommer 2008 gestartete Online-Dienst Evernote mittlerweile die Top-Alternative in diesem Bereich. Als eine einfache App für Notizen entstanden, hat es sich in den letzten Jahren zu einer vielseitigen und funktionsreichen Wissens-Management-Plattform weiterentwickelt. Heutzutage finden sich auf dem Markt jedoch vielversprechende Alternativen, die für den einen oder anderen Anwender besser geeignet sein können.

Auf den folgenden Seiten stellen wir einige interessante Evernote-Alternativen vor, die sich in der Praxis bereits bewährt haben.

Memonic

"Memonic" wird von der Softwareschmiede Nektoon aus Zürich angeboten und dient als ein kollaboratives Notizbuch, das in der Cloud gehostet wird. Damit lassen sich Multimedia-Notizen online kreieren, Themen recherchieren und sämtliche Inhalte an einem Ort ablegen. An den gesammelten Dateien und Dokumenten können dann alle berechtigten Mitarbeiter im Unternehmen gemeinsam arbeiten.

Highlights: Mit Hilfe von Tags und Ordnern lassen sie sich nach eigenen Kriterien kategorisieren. Ein funktionsreicher Web-Clipper hilft dabei, Web-Inhalte direkt aus dem Browser nach Memonic zu bringen. Zudem stellt der Hersteller native Clients für Mac OS X und Windows, Apps für iOS und Android, sowie weitere Extras bereit. Alle Inhalte werden über sämtliche Geräte hinweg automatisch synchronisiert und stehen jederzeit und überall zur Verfügung. Wer seine Notizen mit Freunden und Kollegen teilen möchte, kann dies per E-Mail, via einen Link oder auch auf Twitter und Facebook tun. Praktisch für Business-Kunden: Notizen lassen sich nahtlos mit populären Collaboration-Anwendungen integrieren, darunter Microsoft Sharepoint, Salesforce und Atlassian Confluence.

Preise: Das Tool wird in einer kostenlosen Version angeboten, mit der Anwender bis zu drei Arbeitsgruppen erstellen und maximal 100 Notizen anlegen können. Beim Premium-Paket gibt es keine Begrenzungen. Der Preis liegt hier bei 28 Dollar pro Jahr.

Fazit: Bei Memonic handelt es sich um eine hochwertige Software, die durch ein umfangreiches Feature-Set überzeugt. Mit verschiedenen Clients für Web, Desktop und Mobile sorgt sie gleichzeitig für die Flexibilität, die von Kunden zunehmend erwartet wird.