Best in Cloud

Die besten Cloud-Projekte 2013

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Die Sieger und Platzierten im COMPUTERWOCHE-Wettbewerb Best in Cloud 2013.

Aus insgesamt gut 50 schriftlichen Einreichungen im Wettbewerb hatte die Jury 30 Projekte nominiert, die daraufhin zu einer sechsminütigen Bühnenpräsentation bei Best in Cloud in Frankfurt am Main zugelassen wurden. Anschließend fühlten die Juroren den Teilnehmern weitere vier Minuten auf den Zahn. Zu je 50 Prozent setzte sich das Jury-Urteil aus den schriftlichen Bewerbungen und der Bühnen-Performance zusammen. Dabei zeigte sich, dass große und kleine Anbieter gleich gute Chancen hatten.

Kategorie Public Cloud

Zwölf Projekte wurden in der Kategorie Public Cloud vorgestellt. Es gewann ein Außenseiter: das Fraunhofer-IAO-Spinoff Vitero GmbH aus Stuttgart. Das Unternehmen hatte sich mit einer telemedizinischen Plattform für die Stottertherapie beworben.

Platz zwei erreichte T-Systems International mit einer Dokumenten-Lifecycle-Management-Lösung für die rund 160.000 deutschen Anwälte und Notare. Mit dem Deutschen Anwaltsverein (DAV) als Kooperationspartner gelang es, eine Cloud-Plattform einzuführen, die höchsten Sicherheits- und Compliance-Anforderungen genügt. Als Dritter schaffte Novadex mit dem Kunden MeillerGHP den Sprung aufs Treppchen. Der Anbieter von Direkt-Marketing-Dienstleistungen hilft Unternehmen mit dem Cloud-Dienst "Lettermaschine", ihre Kundenkommunikation zu individualisieren.

Kategorie Private/Hybrid Cloud

Auch in dieser zusammengefassten Kategorie kämpfte ein Dutzend Finalisten um die Krone. Am Ende hatte mit der RUD Ketten IT der IT-Ableger eines Anwenders, der RUD-Ketten-Gruppe, die Nase vorn. Er stellte eine Cloud-Lösung vor, mit der das Unternehmen seinen Kunden das Kontrollieren und Dokumentieren prüfrelevanter Bauteile erleichtert.

Platz zwei errang die Euro-Log AG aus Hallbergmoos bei München mit dem Kunden GS Frachtlogistik GmbH. Statt mit teuren Spezialscannern arbeitet der Logistiker heute mit einer Cloud-basierten Smartphone-App und bildet damit gleich eine ganze Reihe von Kernprozessen in der Logistik ab. Dritter wurde die Fabasoft AG aus dem österreichischen Graz. Sie beeindruckte die Jury damit, dass sie eine Bankengruppe mit mehr als 100.000 Privat- und Geschäftskunden zum Austausch aller Dokumente in der Cloud bewegte.

Kategorie Cloud Enabling Infrastructure

Wie sich mit Cloud-Integrationsservices die Salesforce.com- mit der SAP-Welt verheiraten lässt, demonstrierte die Informatica AG am Beispiel der Schweizer Nobel Biocare AG - und errang den ersten Platz in dieser Kategorie. Die zweitplatzierte Akamai Technologies GmbH zeigte, wie sie mit Hilfe des Cloud-Security-Service "KONA Site Defender" die E-Commerce-Infrastruktur ihres Kunden Redcoon GmbH absichert. Auch vom Business Marketplace der Deutschen Telekom (Platz drei) war die Jury angetan. Dort stehen inzwischen mehr als 40 Lösungen von über 20 Partnern bereit.

Die Sonderpreise

Mit einer schlüsselfertigen betriebswirtschaftlichen Lösung aus der Cloud speziell für Bauunternehmen überzeugte die BRZ Deutschland GmbH und erhielt den Award für die "Best Business Idea". Den "Innovationspreis" schließlich gewann abermals Fabasoft mit ihrem Bankenprojekt. Hierfür gab es ein Preisgeld von 5000 Euro, das der Kooperationspartner Hessen-IT stiftete.