Tower-, Desktop-, Mini- oder All-in-One-PC

Die besten Business-PCs für kleine und mittelständische Unternehmen

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
Waren erweiterbare Tower vor wenigen Jahren in Büroumgebungen noch sehr gefragt, geht der Trend heute immer mehr zu Ultra-Mini- und All-in-One-PCs. Das zeigt auch die vorliegende Marktübersicht von Business-PCs. Die Rechenleistung dieser Systeme steht nicht mehr infrage, die Platz- und Energieersparnis dagegen noch sehr.

Große graue Kisten im grauen Büroalltag - das war einmal. Bei der Suche nach den idealen Rechnern für kleine und mittelständische Office-Umgebungen trifft man bei den Business-PC-Herstellern ein umfangreiches Portfolio an Mini-PCs und All-in-One-Systemen (AiOs) an. Diese liegen aktuell im Trend. Die Vorteile wie die Platz- und Energieersparnis liegen klar auf der Hand, die angenehm leisen Betriebsgeräusche ebenso. Nicht zuletzt machen diese Formfaktoren, die sich in den hier vorgestellten zehn Desktop-Lösungen widerspiegeln, auch optisch mehr her - ob im Büro, in der Lobby oder im Vorzimmer. In Sachen Leistung stehen sie den klassischen Tower- oder Desktop-PCs bald in nichts mehr nach. Allerdings hinken sie in puncto interne Erweiterungsmöglichkeiten den klassischen Desktop-PCs aufgrund der geringen Abmessungen hinterher.

Doch in puncto Ausbaufähigkeit haben sich die Parameter deutlich zugunsten der Ultra-Minis und AiOs verschoben. Da sind zunächst die stark gefallenen Preise für externe Speicherlösungen und anderes Zubehör. Dann ist die fortschreitende Integration von Funktionalitäten auf Software-, Board-, CPU- und auf System-on-a-Chip-Basis zu nennen. Bei Arbeitsplatzrechnern bedarf es daher gar nicht mehr so vieler Steckplätze und Einschübe wie früher. Wenn es nicht um aufwendige Bild- und Videobearbeitung geht, braucht es auch keine dedizierte Grafikkarte mehr, denn die neuen Prozessoren von Intel und AMD bringen selbst schon ausreichend Grafikleistung mit. Schließlich will man im Unternehmen auch keine Gaming-PCs. Jene werden scheinbar immer wuchtiger, weil Heavy-Duty-Spiele wie "The Elder Scrolls online" als das wohl leistungshungrigste Game derzeit mitunter zwei aufwendig zu kühlende High-End-Grafikkarten erfordern.

Aber zurück zu den Business-PCs. Apple hat zwar weder AiOs noch Mini-PCs erfunden, zeigte sich aber mit dem iMac und dem Mac mini wie bei Smartphones und Tablets abermals als Trendsetter für die platzsparenden Rechner. Shuttle kann das bei den ultrakleinen Formfaktoren natürlich auch für sich reklamieren. Acer indes war einer der Wegbereiter für sogenannte Nettops, die sich als Ein-Liter-Rechner einfach huckepack an den Monitor andocken lassen. Von dieser Symbiose beflügelt, hat schließlich auch der AiO-Markt weiter an Fahrt aufgenommen. Viele der Kombigeräte sind mittlerweile Touch-fähig. Aber das Nutzererlebnis ist meist suboptimal, weil es schwierig ist, am aufrechten Bildschirm zu arbeiten. Ganz anders dagegen der Esprimo X923-T von Fujitsu, dessen Touch-Display sich komplett umlegen lässt, um wie auf einem Notizblock bequem darauf zu schreiben oder zu zeichnen.

Auch wenn sich die neuen Desktop-Lösungen im Aussehen und von den Formfaktoren her sehr viel mehr unterscheiden als das blasse Einerlei aus grauen Vorzeiten, sind die Features und Leistungsmerkmale doch eher austauschbar geworden. Fast alle der zehn Geräte von Acer, Apple, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo und Shuttle unterstützen Intels Core-Prozessoren der vierten Generation bis hin zum Core i7 sowie 16 GB DDR3-Arbeitspeicher. Management- und Sicherheitsmerkmale wie TPM-Module und vPro-Technologie sind zum Teil von der Intel-Plattform vorgegeben, aber von den Herstellern mitunter angepasst worden, um den Geräten ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Löblich sind die Schritte in Richtung Energieeffizienz. Zwar mag in kleinen Betrieben der Stromverbrauch nicht so sehr ins Gewicht fallen, aber bei Hunderten oder Tausenden von Rechnern kann sich dieser schon empfindlich bemerkbar machen. (hal)