Android Developer Challenge

Die besten Applikationen für das Google-Smartphone

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Google hat die Gewinner des ersten Android Developer Challenge gekürt. Wie ein Blick auf die Programme zeigt, müssen sich die Entwickler nicht gegenüber der Konkurrenz aus dem iPhone-Lager verstecken.

Das Android Developer Challenge, mit dem Google die Entwicklung von kreativen und nützlichen Anwendungen für seine mobile Plattform fördern will, ist abgeschlossen. Aus den 50 Finalisten, die in der ersten Runde bereits 25.000 Dollar erhielten, hat die Jury der Open Handset Alliance (OHA) die 20 besten Teams gekürt. Die ersten Zehn wurden für ihre Android-Anwendungen mit je 275.000 Dollar honoriert, weitere zehn Teams erhielten einen "Trostpreis" von jeweils 100.000 Dollar. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb fast 1800 Applikationen eingereicht.

Wie ein Blick auf die Siegerreihen zeigt, würden die meisten der nun prämierten Anwendungen würden auch gut in den iTunes App Store passen, über den Apple Drittanwendungen für sein iPhone vertreibt. Alternativ will Google mit dem Android Market eine ähnliche Download-Plattform launchen. Starttermin ist der Verkauf der ersten Smartphones selbst - angeführt von dem ominösen HTC Dream, das T-Mobile USA bereits im Oktober auf den Markt bringen will.

Cab4me

Ein häufig wiederkehrendes Motiv der Android-Programme sind Location-based-Services (LBS) unter Mitwirkung von Google Maps. So etwa Cab4me (ursprünglich CallaCab), mit dem sich die deutschen Entwickler Konrad Hübner und Henning Böger (Skycoders) unter den zehn Hauptgewinnern platzieren konnten. Die Anwendung soll es (möglicherweise betrunkenen, fremden und/oder hoffnungslos verirrten) Nutzern ermöglichen, sich mobil von jedem beliebigen Ort aus ein Taxi zu bestellen - ohne die Nummer der Taxizentrale oder gar seine aktuelle Adresse zu kennen. Selbst Sprechen ist nicht nötig, ein Klick in der Google-Maps-basierenden Anwendung soll ausreichen.

CompareEverywhere

Mit der CompareEverywhere (früher Android Scan) von Jeffrey Sharkey wiederum können Android-Nutzer Preise vergleichen und Beurteilungen lesen. Sie scannen dazu einfach den Barcode eines Produkts mit der Handy-Kamera ein. Die Anwendung zeigt anschließend nicht nur nahe gelegene Läden für die Ware an, sie ermöglicht auch das Führen und Weiterleiten von Einkaufs-, Wunsch oder Geschenkideenlisten.