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Die Beatles verklagen Apple wegen iPod und iTunes-Store

12.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple Corps Ltd., die Holding-Firma der Beatles, hat laut "Fox News" wieder einmal Klage gegen Apple Computer angestrengt. Diesmal wird dem Hersteller aus Cupertino wegen seines Audio-Players "iPod" und des "iTunes Music Store" (der bereits den zehnmillionsten Song online verkauft hat) Vertragsbruch vorgeworfen.

Schon als Apple Computer gegründet wurde, zerrten die Beatles die Mac-Firma vor den Kadi. Apple zahlte eine deftige Geldbuße und stimmte zu, den Firmennamen nur für Computer zu verwenden und nicht in den Musikmarkt einzusteigen. Jahre später gewann Apple Corps den nächsten Prozess, nachdem erste Macs auf den Markt kamen, die über ansteckbare Lautsprecher Musik wiedergeben konnten. "Fox News" schätzt, dass die bislang verlorenen Prozesse Apple rund 50 Millionen Dollar gekostet haben.

"Als zuerst der iPod herauskam, sagten wir: 'Was denken die sich eigentlich?'", erklärte ein Beatles-Jurist, der zustimmte, dem unter anderem iPod-Werbposter von "Applemusic" ein Dorn im Auge waren. "Sie wussten, dass wir einen Vertrag haben, und dass wir ihnen schon eine Menge Geld abgenommen haben." Von Apple Computer liegt bislang noch keine Stellungnahme vor. (tc)