Studie

Die App Economy ist eine Jobmaschine

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Einer aktuellen Studie zufolge sind durch die sogenannte App Economy in der EU in den vergangenen fünf Jahren fast 800.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Das ist ein Ergebnis einer Studie (PDF-Link), die Plum Consulting und Vision Mobile im Auftrag des Entwicklerverbandes Association for Competitive Technology (ACT) erhoben haben. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen stehe die App-Ökonomie für mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz und fast ein Viertel der weltweiten Produktion App-verwandter Produkte und Dienstleistungen.

Die App Economy in Europa braucht bessere Rahmenbedingungen, sagt der Entwicklerverband ACT.
Die App Economy in Europa braucht bessere Rahmenbedingungen, sagt der Entwicklerverband ACT.
Foto: ACT

ACT zitiert in der Mitteilung zu der Studie die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes wie folgt: "In einer Zeit der Arbeitslosigkeit macht mir die App Economy eine Menge Hoffnung. Das Wachstum von in Europa programmierten Apps ist ein Beispiel dafür, was entsteht, wenn man eine offene wirtschaftliche Umgebung ohne Grenzen schafft. Wir müssen nun diese Philosophie - und die Arbeitsplätze, die sie schafft - auf andere Teile des digitalen Ökosystems übertragen. Wir brauchen nun bessere Netzwerke und einen Binnenmarkt, um den weiteren Erfolg von Apps zu unterstützen."

ACT findet aber auch, dass die Regierungen in Europa noch eine ganze Menge tun können und müssen, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen und zu sichern. Dazu gehören aus Sicht des Verbands bessere Rahmenbedingungen wie

  • einfacher Zugang zu Behördendaten (Karte, Wetter, ÖPNV-Echtzeitinformationen; Stichwort "Open Data") für Entwickler;

  • bessere Connectivity durch mehr Frequenzspektrum für drahtlose Dienste;

  • Verbesserungen des EU-Binnenmarkts in puncto geistiges Eigentum (Urheberrecht) und Kommunikation;

  • Unterstützung App-getriebenen Fortschritts über alle Bereiche wie Gesundheitswesen, Bildung, Unternehmen und Lifestyle, sowie

  • Sicherstellen einer flexiblen und unterstützenden Geschäftsumgebung für Startups und Gründer.

Die komplette Studie können Interessierte unter http://www.act4apps.org/appeconomy/europe/ herunterladen.