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Die Angst der Firmen vor Cybercrime

27.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Große europäische Unternehmen haben laut einer Studie in den vergangenen zwei Jahren 3,1 Milliarden Dollar durch Betrügereien verloren. 63 Prozent der Firmen nannten Unterschlagungen durch Arbeitnehmer als Betrugsfall Nummer 1. Cybercrime lag mit 13 Prozent auf Rang zwei. Allerdings rechnen 43 Prozent der Studienteilnehmer damit, dass Computerkriminalität in nächster Zeit zur größten Bedrohung werde. Das ist das Ergebnis der Untersuchung "Economic Crime Survey 2001", durchgeführt in 536 europäischen Firmen vom Marktforschungsinstitut PricewaterhouseCoopers (PCW).

Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen sind eigenen Angaben zufolge gegen Betrug versichert. Ein weiteres Ergebnis: 58 Prozent der Fälle würden nur durch Zufall entdeckt, was die die Unzulänglichkeit der Kontrollsysteme demonstriere.

Die Auguren förderten zudem zutage, dass kein Industriebereich gegen Cybercrime immun sei. Besonders anfällig sind der Studie zufolge Finanzdienste sowie größere Unternehmen mit über 5000 Angestellten.