Umfrage: Das fürchten IT-Entscheider

Die Albträume der CIOs

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Im Rahmen einer Studie hat Sungard AS knapp 300 IT-Entscheider in den USA zu den Themenkomplexen befragt, die ihnen Sorgen bereiten. Wir stellen Ihnen die Ergebnisse vor.

Das Ergebnis der Umfrage von Sungard AS unter 276 CIOs amerikanischer Unternehmen hat drei Kernängste zu Tage gefördert. Sicherheits-Bedenken, Server-Ausfälle und die Akquise talentierter Mitarbeiter sind die Themengebiete, die IT-Entscheider nachts nicht schlafen lassen.

Albtraum-Szenarios: diese Ängste plagen die IT-Entscheider.
Albtraum-Szenarios: diese Ängste plagen die IT-Entscheider.
Foto: freshidea - Fotolia.com

Interne und externe Sicherheitsrisiken

Nicht nur der stetige Anstieg von Cyber-Attacken sorgt dafür, dass Sicherheits-Bedenken den Alltag vieler CIOs beherrschen. Vor allem interne Sicherheitsrisiken, wie die Nutzung mobiler Endgeräte oder das Teilen von Passwörtern, sorgt für Gefährdungspotenzial. Deswegen sprechen sich auch 51 Prozent aller befragten IT-Entscheider dafür aus, dass beim Thema Sicherheit im Jahr 2015 als Letztes gespart werden sollte.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Ric Jones - CIO von LifeShare Blood Centers bringt es auf den Punkt: "Egal, wie sehr man versucht sich mit Virenscannern und Spam-Filtern gegen Bedrohungen von außen zu schützen - die Mitarbeiter müssen verantwortungsvoll mit ihrer eigenen Sicherheit und derer ihres Unternehmens umgehen. Sie sind die erste Verteidigungslinie gegen Bedrohungen, insbesondere wenn es um Angriffsversuche wie etwa Phishing geht."

Serverausfall als Reputations-Killer

Auch Server-Ausfälle bereiten den befragten CIOs Sorgen. Geht es um ihre Disaster-Recovery-Pläne, zeigen sich 42 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass diese für ihre Unternehmen überlebenswichtig seien. Deshalb seien Budget-Kürzungen in diesem Bereich im Jahr 2015 ebenfalls nicht hinnehmbar. Neben dem monetären Schaden, den Ausfallzeiten verursachen, ist nach Meinung der Befragten vor allem der mögliche Image-Schaden für Unternehmen besonders drastisch.

Speziell in der Dienstleistungs-Branche können Server-Ausfälle schnell zu dramatischen Verlusten führen, wie Martha Poulter - CIO bei Starwood Hotels - bekräftigt: "Die Tourismus- und Reisebranche ist eine der größten globalen Industrien mit einem Umsatz von fast sieben Billionen Dollar. Für Starwood bedeutet ein Server-Ausfall nicht nur potenziell entgangenen Umsatz, sondern auch, dass wir unseren Kunden nicht in jeder Form zur Verfügung stehen, die diese sich wünschen."

Mitarbeiter-Akquise als Balanceakt

Auf dem Technologie-Sektor ist auch im Jahr 2015 die Akquise von geeignetem IT-Personal eine maßgebliche Herausforderung. Unter den befragten CIOs äußerten ganze 38 Prozent Sorge darüber, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Zudem glaubt die Hälfte aller Befragten, dass die Mitarbeiter-Akquise nicht die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient.

Wie schwierig sich die Mitarbeiter-Gewinnung für IT-Entscheider gestalten kann, versucht Ric Jones in Worte zu fassen: "Es geht nicht nur darum, überhaupt geeignete Kandidaten zu finden, sondern solche, die neben dem richtigen Skill-Set auch zur Unternehmenskultur passen und nebenbei den Kosteneffizienz-Rahmen nicht sprengen. In Zukunft wird man eine Balance zwischen In-House-Teams für Kernprojekte und Outsourcing für kurzzeitige Projekte im Bedarfsfall finden müssen."