Die Aktien der IT-Servicefirmen fallen

04.07.2006
Die börsennotierten IT-Dienstleister haben im zweiten Quartal 2006 deutlich an Wert verloren. Zinssorgen und Kursabschläge auf indischen Anbieter sind die wichtigsten Ursachen.

Seit Anfang des Jahres pflegt der Brancheninformationsdienst "Computerwire" den "GCS Index" (Global Computing Services Index), in den der Aktienkurs von 43 börsenortierten IT-Dienstleister einfließt. Diese Maßeinheit sackte Ende Juni auf 96,8 Punkte. Ende März, nach Abschluss des ersten Quartals 2006 konnte er noch mit 105,4 Punkten glänzen (siehe auch "Der IT-Servicemarkt beglückt die Investoren"). Referenzpunkt ist der Wert 100 zum Jahresanfang.

Die Marktbeobachter zeigten sich zunächst überrascht von dieser Schwäche, denn die ersten beiden Berichtsperioden haben eigentlich das Bild einer gesunden Branche gezeichnet. Zugesetzt hat den Dienstleistern aber offenbar die Furcht der Anleger vor steigenden Zinsen, die sich in den vergangenen Wochen verstärkt hat. Während der Druck auf die Börsen weltweit und in allen Branchen zu beobachten war, schlug die Entwicklung insbesondere auf indische Anbieter nieder. Der Index der größten fünf indischen börsennortierten IT-Dienstleister sackte überdurchschnittlich von 109,9 auf 98,8 Punkte. In unsicheren Zeiten pflegen die Anleger ihr Geld in sichere Geschäftsfelder zu investieren. Erstaunlicherweise sind die Betreiber von Offshore-Diensten damit an der Börse die größten Verlierer der aktuellen Marktunsicherheit, in ihrer Geschäftsentwicklung profitieren sie dagegen am meisten von ihr.

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