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Die 200 populärsten Websites auf einen (spöttischen) Blick

09.07.2007
Auch ein paar deutsche Vertreter mischen unter den Top-Sites mit.

Eine originelle Idee, wie sich Informationen aufbreiten lassen, hat die japanische Tochter des Internet-Dienstleisters Information Architects gehabt: Nach dem Vorbild des Tokioter U-Bahn-Plans schuf sie mit der "Web Trend Map 2007" eine interaktive Übersichtskarte, die nach eigenen Angaben die 200 populärsten und erfolgreichsten Websites ordnet und kategorisiert. Sie ist jetzt in einer zweiten, überarbeiteten Version als Download oder Screensaver auf dem Blog von Information Architects erhältlich. Berücksichtigt wurden laut ihres Verfassers Oliver Reichenstein neben englischsprachigen Websites japanische sowie chinesische und heimische Angebote wie Spiegel Online, Xing und die deutsche Ausgabe der Wikipedia.

Zugleich finden Surfer und Tokio-Kenner spöttische Anspielungen über das Image einzelner Web-Akteure. So wurde beispielsweise die Haltestelle von Google von Shibuya, einem beliebten Treffpunkt für junge Leute, nach Shinjuku verlegt, einem zwar ebenfalls coolen Ort, der aber auch als verrucht und schmutzig gilt. Microsoft findet sich im Rotlichtviertel rund um den Pendlerbahnhof Ikebukuro, Yahoo residiert in Ueno, "einem netten Ort, wo nicht viel los ist". Die chinesischen Sites befinden sich alle auf einer eigenen U-Bahnstrecke, die parallel zu den Sites für Dokumenten-Sharing verläuft und laut Verfasser mit den größten Softwarepiraten beginnt. Nur ein Manko hat der mittlerweile populäre Blog: Es wird nicht gesagt, wie die Auswertung zustande kam. (as)