Streamingdienst Spotify durchleuchtet

Die 20 besten Tipps & Tricks zu Spotify

19.11.2016
Von Arne Arnold
Wer gerne Musik hört, sollte Spotify testen. Denn der Streamingdienst hat einiges zu bieten. In seiner werbefinanzierten Variante lässt er sich sogar kostenlos nutzen. Hier finden Sie die 20 besten Tipps, um die ganze Funktionsvielfalt von Spotify ausschöpfen zu können.
Die besten Tricks für den Musikstreamingdienst Spotify.
Die besten Tricks für den Musikstreamingdienst Spotify.
Foto: Antonip Guillem/Shutterstock.com

Spotify ist beliebt. Im Juni 2016 kann der Musik-Streamingdienst 100 Millionen aktive Nutzer melden. Zwei Jahre zuvor waren es erst 40 Millionen. Zum Vergleich: Apple Musik hatte Anfang 2016 rund 15 Millionen Nutzer. Tatsächlich bietet Spotify etliche Funktionen, die einen Musikfreund begeistern können. Vor allem die guten vorgefertigten Playlisten sowie die wöchentlich neue, individuell angepasste Playliste werden von vielen Spotify-Nutzern sehr geschätzt. Doch nicht immer sind diese Funktionen sofort ersichtlich und nicht alle Möglichkeiten von Spotify lassen sich einfach bedienen. Mit den hier vorgestellten 20 Tipps holen Sie aber das Beste aus Ihrem Spotify-Konto heraus. Die meisten funktionieren für die kostenlose, aber werbefinanzierte Variante von Spotify. Einige Tipps setzen allerdings einen Premium-Account voraus.

1. Spotify-Musik als MP3-Dateien speichern

Der Streamingdienst Spotify kennt kein Musiklimit. Sie können so viel hören, wie Sie möchten. Dennoch kann es nützlich sein, die Spotify-Musik als MP3-Datei ohne Kopierschutz auf der Festplatte zu haben. Denn möchten Sie Musik etwa unterwegs auf Ihrem klassischen MP3- Player statt mit Ihrem Smartphone hören, geht das mit Spotify eigentlich nicht. Der Dienst setzt immer eine Spotify-App oder ein Spotify-Programm voraus.

Die Freeware Recordify speichert jeden Song, den Sie auf Spotify hören, als MP3-Datei auf Ihre Festplatte. Die MP3- Version liegt ohne Kopierschutz vor. Technisch gesehen, installiert Recordify eine virtuelle Soundkarte, über die Ihre Musik dann läuft. Darüber kann die Software Kopien der eigentlich kopiergeschützten Musik speichern. Diese Methode ist laut Hersteller des Tools legal.

Die Bedienung von Recordify ist einfach. Starten Sie das Windows-Programm von Spotify, melden Sie sich dort an und spielen Sie gewünschte Musik. Starten Sie nun Recordify, und wählen Sie "mit Spotify verbinden". Recordify beginnt umgehend damit, jeden laufenden Song aufzuzeichnen. Sie erkennen das an der roten Schaltfläche "Dieses Lied behalten" . Ein Klick darauf lässt die Schaltfläche weiß werden und stoppt die Aufnahme. In welchen Ordner die MP3-Dateien gespeichert werden und mit welcher Bitrate, stellen Sie in Recordify unter "Einstellungen" bei "Allgemein" und "Konverter" ein. Im Test mit Spotify klappte die Aufnahme nicht immer. Einige Songs enthielten keinen Ton. Ein Neustart von Recordify beseitigte für einige Zeit den Bug.

Wenn Sie die Plus-Version von Recordify nutzen, schreibt die Software auch Titel und Künstler als MP3-Tags in die Datei. Anderenfalls finden sich diese Angaben nur im Dateinamen wieder. Oder Sie nutzen die Software MP3 Tag , um die Metadaten der Songs nachträglich zu bearbeiten.

Die kostenlose Software Recordify zeichnet jeden Song auf, den Sie auf Spotify oder Google Music hören. Die Lieder liegen anschließend als MP3-Dateien vor. Laut Hersteller ist das Verfahren legal.
Die kostenlose Software Recordify zeichnet jeden Song auf, den Sie auf Spotify oder Google Music hören. Die Lieder liegen anschließend als MP3-Dateien vor. Laut Hersteller ist das Verfahren legal.

2. Fehlende Musik in die Spotify-App laden

Das Musikangebot von Spotify ist groß. Doch nicht alle Künstler machen mit. "Die Ärzte", "Element of Crime" oder "Taylor Swift" sind nicht oder nur mit wenigen Stücken vertreten. Wer sich auf das Musikhören mit der Spotify-App eingeschossen hat, muss aber dennoch nicht auf diese Künstler verzichten, wenn er ihre Musik auf seiner Festplatte hat.

So wandern MP3-Dateien in die Spotify-Programme und Apps: Installieren Sie das Windows-Programm von Spotify am PC, und importieren Sie in dieses Programm die gewünschte Musik. Das sollte in Spotify eigentlich über "Datei -> Playlists importieren -> iTunes oder Windows Media Player" funktionieren. Im Test im Juni 2016 mit der neu erschienen iTunes-Version 12.4 klappte das allerdings nicht. Zuverlässig funktioniert aber der Import, wenn Spotify einen Ordner mit lokaler Musik angegeben bekommt. Das geht über "Bearbeiten -> Einstellungen -> Lokale Dateien -> Quellen hinzufügen". Die Musik taucht in Spotify dann links unter "Lokale Dateien auf".

Diese Musik lässt sich für Premium-Nutzer auch aufs Smartphone bringen: Fügen Sie die Musik am PC einer Spotify-Playliste hinzu. Öffnen Sie dann diese Playlist in der Spotify-App, und tippen Sie auf den Schieberegler oben bei "Herunterladen". So wird Ihre Musik auf das Smartphone fürs Offline-Hören heruntergeladen. Das funktioniert allerdings nur, wenn sich PC und Smartphone gleichzeitig im selben Netzwerk befinden.