Public-ICT - E-Government

IBM E-Readiness-Studie

Deutschland ist innovativ, aber nicht E-ready

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Deutschland gehört weltweit zu den innovativsten Nationen. Bescheiden ist hingegen die Fähigkeit, ITK-Technologien zu nutzen. Besonders gering fällt hier der Beitrag des öffentlichen Sektors aus. Zu diesem Ergebnis kommt IBM in seiner aktuellen E-Readiness-Studie.

Seit neun Jahren misst IBM regelmäßig die Fähigkeiten der weltweit 70 wichtigsten Volkswirtschaften, Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) einzusetzen.

In der aktuellen Studie liegen Dänemark, Schweden, die Niederlande und Norwegen ganz vorne. Die ehemaligen Spitzenreiter USA und Hongkong folgen dagegen erst auf den Rängen fünf und acht.

Gemessen an seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung landet Deutschland abgeschlagen auf Rang 17 - noch einmal drei Plätze schlechter als im Vorjahr.

In die Bewertung der E-Readiness-Studie fließen insgesamt rund 100 Einzelkriterien ein. Unter anderem Konnektivität und technologische Infrastruktur, wirtschaftliches Umfeld, allgemeine Akzeptanz bei Verbrauchern und Unternehmen sowie politische, gesetzliche, kulturelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Der weltweite Mittelwert für E-Readiness liegt 2009 der Studie zufolge bei 6,13 Punkten und sank gegenüber dem Vorjahr um 0,27 Punkte. Bewertet wurden die einzelnen Kriterien nach einer Skala, die von null bis maximal zehn Punkte reicht. Dänemark hat als Spitzenreiter einen Wert von 8,87 erzielt und ist eines der wenigen Länder, die sich gegenüber 2008 steigern konnten. Deutschland erzielte 7,85 Punkte.

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