Web

 

Deutschland bei Spracherkennung Weltspitze

28.09.2007
Von pte pte
Die professionelle Spracherkennung ist derzeit auf dem besten Weg, ihren Durchbruch im Medizinbereich zu schaffen. Lösungen wie SpeechMagic vom führenden Anbieter Philips überzeugen mittlerweile durch Schnelligkeit, Sicherheit und Funktionalität. Deutschland ist in Sachen Spracherkennung an der Weltspitze. In der Bundesrepublik nutzen bereits 36 von 38 Unikliniken Sprachverarbeitung von Philips. "Dazu kommen rund 500 Krankenhäuser und 500 niedergelassene Praxen", erklärt Marcel Wassink, Chef der Philips-Tochter Philips Speech Recognition Systems, im Gespräch mit pressetext.

Spracherkennungslösungen finden zudem in mehr als 1.000 deutschen Anwaltskanzleien Anwendung. Potenzielle Abnehmer gibt es ebenso in Behörden oder Versicherungen. Der Fokus des niederländischen Technologiekonzerns liegt aber auf dem Healthcare-Bereich. Auf dem europäischen Markt will Philips seine führende Stellung als Anbieter professioneller Spracherkennung kontinuierlich ausbauen. Laut Wassink verbucht der Konzernbereich jährliche Zuwachsraten von rund 35 Prozent.

"In Deutschland sind wir sehr gut unterwegs. Hier nutzen etwa 80 Prozent der Radiologen mit Zugang zu radiologischen Informationssystemen unsere Spracherkennungslösungen", sagt Holger Ladewig, Geschäftsführer Kuhlmann-Informations-Systeme http://www.kuhlmann-is.de , gegenüber pressetext. Das Unternehmen, das sich auf digitale Diktierlösungen für Befundmanagement spezialisiert hat, ist vor kurzem von Philips übernommen worden, um der stark gestiegenen Nachfrage nach SpeechMagic zu begegnen. In Zukunft will Philips darüber hinaus sein Dienstleistungsangebot stark ausbauen.

Die Spracherkennung soll im Gesundheitssektor unter anderem für verbesserte Diagnose und Therapie sorgen. "Das größte Problem ist aber die Zeit", betont Wassink im Rahmen eines Partnertreffens heute, Donnerstag, in Berlin. Durch den Einsatz von Spracherkennung lässt sich Philips zufolge durch zügige Weiterbehandlung und verkürzte Liegezeiten ein Zeitgewinn zwischen 50 und 90 Prozent erzielen.

"Für die Zukunft sehen wir in der Verknüpfung von Spracherkennung und Wissensdatenbanken sowie der verbesserten Interoperabilität von Systemen wesentliche Potenziale für eine bessere medizinische Versorgung", meint Wassink. Ziel sei es, intelligente Systeme zu integrieren, die die Diktate von Ärzten verstehen, analysieren und automatisch relevante Daten liefern sollen. Erste Programme, die etwa Background-Informationen bei schwierigen Fällen geben, den Arzt auf potenzielle Fehlerquellen aufmerksam machen oder standardisierte Eingabelösungen bieten, sind bereits in Deutschland, den USA oder Spanien im Einsatz. (pte)