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Deutscher Wirtschaftsmotor gerät ins Stocken

13.02.2008
Von pte pte
Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) http://www.bankenverband.de hat heute, Mittwoch, bekannt gegeben, dass Deutschland 2008 ein deutlich schwächeres Wachstum als im Vorjahr erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt, das 2007 um 2,5 Prozent gewachsen ist, soll in diesem Jahr nur mehr um 1,5 Prozent steigen. "Das schwächere Wachstum ist mitunter auf die abkühlende US-Konjunktur zurückzuführen. Die hohe Inflationsrate dämpft die Konjunktur hierzulande zusätzlich", meint Volker Hofmann, Volkswirt beim BdB, im Gespräch mit pressetext.

Bei den Prognosen liegt der BdB mit den Vorhersagen der Bundesregierung (1,7 Prozent) und von Wirtschaftsinstituten (zwischen 1,5 und 2,0 Prozent) im Trend. "Die Mehrwertsteuererhöhung im Vorjahr und die steigenden Nahrungsmittelpreise besonders im zweiten Halbjahr sind die Hauptursachen für die hohe Inflation", sagt Hofmann. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Lebenserhaltungskosten 2007 um 2,2 Prozent gestiegen, womit ein Rekordhoch seit 13 Jahren erreicht wurde (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080116030 ).

Dennoch sieht der BdB keinen Grund dafür, ein Konjunkturmaßnahmenpaket zu schnüren. Ein Programm zur Stabilisierung der Wirtschaft sei kontraproduktiv. Die robuste deutsche Industrie könne einen tiefen konjunkturellen Einbruch verhindern. Dennoch ist "eine wirksame Begrenzung der Staatsverschuldung in Deutschland unverzichtbar", heißt es von BdB-Vorstand Manfred Weber. "Die Staatsverschuldung kann eingegrenzt werden, wenn bei einer guten konjunkturellen Lage Haushaltsüberschüsse erzielt werden", ergänzt Hofmann. (pte)