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Deutscher Großhandel verzeichnet höchste Teuerung seit 1982

13.02.2008
Von pte pte
Der deutsche Großhandel verzeichnet die höchste Teuerungsrate seit 1982. Verglichen mit den Großhandelspreisen vom Januar 2007 ist das Preisniveau im letzten Jahr um satte 6,6 Prozent gestiegen. Seit Dezember vergangenen Jahres legten die Preise im Großhandelspreisindex um 1,4 Prozent zu. Besonders stark sind Nahrungsmittel, feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse von den Teuerungen betroffen. "Die Preise für Biodiesel sind ebenfalls drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Steigerungen auf über 15 Cent pro Liter", betont Sebastian Lithander, Geschäftsführer des Kraft- und Brennstoffgroßhandels Hanseatic Energy http://www.hanse-energie.de , im Gespräch mit pressetext.

Ein enormer Sprung der Biodieselpreise konnte seit November 2007 beobachtet werden. "Ausschlaggebend für den Preisanstieg sind die gestiegenen Rohstoffpreise. Diese sind weltweit um knapp 50 Prozent nach oben geschnellt, was sich auch auf den Biodieselpreis niederschlägt", erklärt Lithander. Darüber hinaus liegt die nach oben orientierte Preisentwicklung an Steuererhöhungen von neun auf 15 Cent.

"Dem Konsumenten bleibt nur die Möglichkeit, auf mineralischen Diesel umzusteigen. Werden auch bei diesem Preissteigerungen verzeichnet, ergeben sich daraus für den Biodieselmarkt keine Probleme. Eine gewisse Preisdifferenz muss jedoch gegeben sein, sonst bedeutet dies das Aus für Biodiesel", meint Lithander gegenüber pressetext. Seit November weist der mineralische Dieselpreis im Gegensatz zu Biodiesel eine fallende Tendenz auf.

Die steigenden Großhandelspreise betreffen verschiedene Sektoren, speziell jedoch Bereiche aus der Nahrungsmittelindustrie. Verglichen zum Vorjahr stiegen die Preise im Großhandel mit Getreide, Saat und Futtermittel bis Januar 2008 um überdurchschnittliche 54,6 Prozent. Milcherzeugnisse und Eier sowie Speiseöle und Nahrungsfette erlebten einen Anstieg von 25,8 Prozent. Die Teuerungen bei festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen belaufen sich auf 19,9 Prozent. Lediglich Büromaschinen und -einrichtungen wurden gegenüber dem Vorjahr günstiger. In diesem Bereich fielen die Preise um 12,8 Prozent. (pte)