txtr

Deutscher E-Book-Reader debütiert auf der Buchmesse

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Berliner Start-up txtr hat auf der Frankfurter Buchmesse seinen gleichnamigen E-Book-Reader samt flankierendem Online-Store vorgestellt.
Ab 1. Dezember kann man den 'txt Reader' für €319 bestellen.
Ab 1. Dezember kann man den 'txt Reader' für €319 bestellen.

Der "txtr Reader" basiert auf einer ARM11-CPU, hat ein E-Ink-Display mit sechs Zoll Diagonale sowie 16 Graustufen und wiegt 300 Gramm. Durch Texte, Textsammlungen sowie den "txtr Store" navigiert der Benutzer über das seitlich angebrachte "Page Pad". Der txtr Reader soll dank eines optimierten Display-Controllers wesentlich schneller reagieren als die Geräte der Konkurrenz (Kindle, Sony Reader) und enthält zudem einen Bewegungssensor, über den Texte automatisch hoch- oder querformatig angezeigt werden. E-Books werden auf SD-Karten gespeichert (eine 8-GB-Karte wird mitgeliefert).

Der txtr Reader ist wie Amazons Kindle mit einem Mobilfunkmodul ausgerüstet, um E-Books "over the air" zu laden. Dieses "txtr Net" ist für die Navigation im Store und den Download gekaufter Dokumente kostenlos. Wer seine Textsammlung aber auch per Mobilfunk mit der Web-Plattform txtr.com synchronisieren will, zahlt dafür bei einem Jahresvertrag knapp zwölf Euro pro Monat. Das Lesegerät wird ab 1. Dezember über txtr.com für 319 Euro verkauft; erste Geräte sollen noch vor Weihnachten in ganz Europa und den USA ausgeliefert werden.

Für den txtr Store setzt txtr ausschließlich auf das ePub-Format. Content-Partner sind unter anderem Ciando, Libri Digital, Libreka und Ingram Digital. Zum Start gibt es rund 20.000 Titel, das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden. Darüber hinaus kann man mit dem txtr Reader auf rund eine Million freie Dokumente zugreifen, zum Beispiel von Projekt Gutenberg.

Hinter txtr stecken unter anderem Andreas Steinhauser und Frank Rieger. Die beiden hatten zuvor schon gate5 gegründet, das Routenplanungs- und Navigationssoftware anbot und später von Nokia aufgekauft wurde.