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Deutsche Uni bastelt billigen Supercomputer

16.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Physikfakultät der Universität Magdeburg hat einen Supercomputer gebaut, der aus 72 PCs mit jeweils zwei 800-Megahertz-Pentium-III-Prozessoren und einem 512-Megabyte-Hauptspeicher ausgestattet ist. Der auf den Namen "Tina" getaufte Riesenrechner wiegt fünf Tonnen, ist über sechs Meter lang und besitzt einen Stromverbrauch von 10 Kilowatt. Damit entspricht er in etwa vergleichbaren kommerziellen Supercomputern von IBM oder Cray. Allerdings war Tina mit 453.000 Mark in der Anschaffung deutlich günstiger: Ein vergleichbarer Rechner etwa von IBM kostet mehrere Millionen Mark.

Auch die Leistung des Magdeburger Riesencomputers muss sich nicht verstecken: Tina erreicht eine Rechenleistung von über 40 Giga-Flops (Floating-point operations per second). Ein "Cray T3E" kommt bei gleicher Prozessorenzahl auf 58 Giga-Flops. Nächstes Ziel der Magdeburger ist es nun, in die Liste der 500 weltweit größten Supercomputer aufgenommen zu werden.