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Deutsche Top-Manager kassieren kräftig

20.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Vorstandschefs der großen deutschen Aktiengesellschaften haben im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr als vier Millionen Mark verdient. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des "Manager-Magazin" und des Lehrstuhls für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre der Uni Halle. Die Liste der Topverdiener führt demnach der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlags, August Fischer, mit einem Jahreseinkommen von 23 Millionen Mark an. Auf dem zweiten Platz folgt Porsche-Lenker Wendelin Wiedeking mit einem Jahressalär von 17 Millionen Mark. Rang drei und vier belegen Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer mit 16,4 und Infineon-Vorstand Ulrich Schumacher mit 15,1 Millionen Mark. Hasso Plattner und Henning Kagermann von SAP teilen sich mit 9,1 Millionen Mark per annum Platz sechs.

In die geschätzten Gehälter seien alle Bestandteile wie Jahresboni oder Gewinnbeteiligungen eingerechnet, heißt es in dem Bericht. Einkünfte aus Aufsichtsratsmandaten oder Pensionsansprüche wurden dagegen nicht berücksichtigt. Dass die Höhe des Jahresgehaltes nichts mit der Größe des Unternehmens zu tun hat belegen folgende Zahlen: So befindet sich Telekom-Chef Ron Sommer mit 3,6 Millionen Mark lediglich im Mittelfeld der Top-Verdiener. Der oberste Bahnfahrer Hartmut Mehdorn gehört mit 1,5 Millionen sogar nur zur Unterklasse.