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Deutsche Suchmaschinen finden viel Müll

21.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - "Vier von fünf Treffern sind Ballast". Zu diesem Ergebnis kamen Studierende des Fachbereichs Informationswissenschaft der FH Köln im Rahmen einer - nach eigenen Angaben - ersten inhaltlichen Analyse der Trefferlisten von deutschen Internet-Suchmaschinen. Zwischen Mai und Juli 2001 hatten die Studenten im Rahmen eines Forschungsprojekts die Suchmaschinen Abacho, Acoon, Fireball und Lycos sowie die Webkataloge Web.de und Yahoo! auf ihre Leistungsfähigkeit hin untersucht. Als Bewertungsgrundlage dienten die Kriterien:

"Recall" (Wieviel Prozent der zur Suchanfrage passenden Webseiten werden gefunden?),

"Precision" (Wieviele der ausgegebenen Treffer sind relevant?) und

"Availability" (Nach Auswahl vorher bekannter Webseiten wird überprüft, ob die Suchmaschinen diese auch finden können).

Testsieger in der Kategorie "Recall" wurde Lycos mit einer Trefferquote von 42 Prozent. Über dem Durchschnitt von 30 Prozent lagen immerhin noch Abacho und Fireball. Unterdurchschnittlich schnitten dagegen Yahoo!, Acoon und Web.de.

In puncto "Precision" stellen die Studenten den Suchmaschinen insgesamt ein schlechtes Zeugnis aus: Von fünf aufgelisteten "Treffern" sei im Schnitt nur einer relevant, so das Ergebnis.

Die größte "Availability" erreicht der Untersuchung zufolge die Suchmaschine Lycos (72 Prozent). Erst mit großem Abstand folgen die übrigen Suchmaschinen. Schlusslicht sind die Web-Kataloge. (jw)