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TNS Infratest Umfrage

Deutsche sind gar keine Schnäppchen-Jäger

11.08.2009
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Obwohl fast 40 Prozent der Deutschen angeben, sie hätten heute weniger Geld für den täglichen Bedarf zur Verfügung als noch vor einem Jahr, sind die Treiber der Markenbindung auch in der Rezession nicht Sonderangebote und Rabatte, sondern Vertrauen und Qualität, wie aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest hervorgeht.
Zur Stärkung der Markenbeziehungen müssen die Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen vor allem Vertrauen zurückgewinnen.
Zur Stärkung der Markenbeziehungen müssen die Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen vor allem Vertrauen zurückgewinnen.
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Die Ausnahme davon bildet der Bereich Handel, der einzigen Branche, in der der Aspekt "Preissenkung in der Krise" tatsächlich als Treiber für Markenbindung fungiert.

Generell empfinden Kunden beim Verschwinden einer Marke vom Markt wenig Bedauern: Nahezu jeder zweite deutsche Konsument betrachtet den Vorgang als normalen Lauf der Dinge - auch wenn es sich um eine präferierte Marke handelt. Dieser Befund ist auch eine Folge der Diskussionen, die derzeit um das Überleben von Traditionsmarken wie Opel, Schiesser oder Märklin geführt werden. Die ernüchternde Erkenntnis der Studie "Building Brands in Troubled Times": Nur jeder vierte Deutsche gibt an, dass er seine bevorzugte Marke wirklich vermissen würde, wenn sie im Zuge der Rezession vom Markt verschwinden würde.

Änderungen in der Kommunikation erwünscht

TNS Infratest hatte für die Umfrage in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern untersucht, wie die Konsumenten auf die durch die Rezession veränderte Markenlandschaft reagieren und welche Möglichkeiten für eine erfolgreiche Markenführung in der Krise bestehen. Die Konsumenten legen danach durchaus Wert auf eine wirksamere Ansprache: Nur jeder zehnte Konsument ist der Meinung, dass sich nichts an der Kommunikation mit den Konsumenten ändern sollte. Das sehen die Deutschen genauso wie die Konsumenten in den anderen europäischen Studienländern Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien.

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